Die Wachkoma-Helfer

Armin Nentwig (Zweiter von links), Brigitte Bachmann (Dritte von links), Lukas Stollner (Mitte) und Andreas Gabler (rechts) zusammen mit den Jusos beim Besuch der vier hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des Verbandes. Bild: hfz

Der Besuch der Notruf- und Informationszentrale des Bundesverbandes Schädel-Hirnpatienten in Not beeindruckt die Jusos. Vorsitzender Andreas Gabler: "Das Thema ist heftig und ich hatte es bisher noch gar nicht auf dem Radar, obwohl es doch sehr wichtig ist."

Die Jusos im SPD-Unterbezirk um Andreas Gabler und Lukas Stollner kamen zusammen mit Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann nach Amberg, um mit Bundesvorsitzendem Armin Nentwig über das Thema Wachkoma zu sprechen. Nentwig hatte den Verband 1990 gegründet, um für die Rechte und eine geeignete Versorgung von Schädel-Hirnpatienten zu kämpfen.

"Ich ging bis nach Brüssel und war in vielen Talkshows", berichtete der ehemalige Landtagsabgeordnete und frühere Landrat, dessen Sohn einst an den Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas gestorben war.

"Es war sehr viel harte Arbeit, Medizin und Politik für dieses Thema zu sensibilisieren", sagte Nentwig. Inzwischen sehe er aber "ein Jahrhundert der Neurologie" vor sich, in dem sich die Fachleute mit Wachkoma-Patienten stärker auseinandersetzen würden.

Den Jungsozialisten gefiel das soziale Engagement des Verbandes und seines Vorsitzenden. "Mir war es ein besonderes Anliegen, den Fokus auch einmal auf ein vermeintliches Nischenthema zu legen", betonte Juso-Unterbezirksvorsitzender Andreas Gabler, zumal in Amberg der Ursprung und die bundesweite Zentrale des Verbandes lägen. Der Bundesverband Schädel-Hirnpatienten in Not hat rund 4000 Mitglieder und betreut mit seinen vier hauptamtlichen Mitarbeiterinnen jährlich um die 50 000 Menschen.

Neben der Interessensvertretung für die Patienten sehen sich die Verantwortlichen im Wesentlichen als Ansprechpartner für betroffene Familien und möchten Hilfestellung bieten.
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