Die Wirkung ist "unberechenbar"

Im November vergangenen Jahres hatte das Landgericht Amberg eine 44-Jährige zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Sie ließ sich von zahlreichen Ärzten Fentanyl verschreiben und verkaufte die Schmerzpflaster dann an einen angeblich Unbekannten. Im Verlauf des Prozesses hatte ein Sachverständiger darüber informiert, dass die Pflaster in kleine Stücke zerschnitten und dann in Umlauf gebracht werden. Die opiathaltigen Partikel werden von Drogenabhängigen oft ausgekocht und die Lösung konsumiert. Dadurch, so berichtete damals der Facharzt weiter, habe es bayernweit bisher über 100 Todesopfer gegeben. "Denn die Wirkung ist unberechenbar." In einem ähnlichen Verfahren war 2014 ein 50-Jähriger vom Landgericht Nürnberg-Fürth zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden. (hwo)
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