Die Erfolgsstory: Zehn Jahre Flika

Vorsitzende Margit Meier (links) ehrte die Gründer von Flika und die im gleichen Jahr beigetretenen Mitglieder (von rechts) Anita Lavall, Lisa Wendl-Reis, Anna Szymczak, Ruth Schuhmann, Brigitte Netta, Gertraud Holzner, Christoph Rolf, Dr. Andreas Fiedler, Brigitte Wedemeyer, Sonja Kaiser, Karin Borchers, Michaela Leitl und Oberbürgermeister Michael Cerny. Bild: gf

Ausgeschrieben klingt der Name etwas sperrig: Förderverein Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum St. Marien Amberg. Dafür ist die Abkürzung "Flika" umso gängiger und die wertvolle Arbeit aus Amberg nicht mehr wegzudenken. Es gibt sie seit zehn Jahren, am Freitag hat Flika Geburtstag gefeiert.

Dieses Jahrzehnt ist eine "einmalige Erfolgsgeschichte ohne Beispiel". Das hob Vorsitzende Margit Meier beim Festabend im Saal der Stadtwerke stolz hervor und belegte ihre Worte mit Beispielen: In keinem Krankenhaus in Deutschland würden Kinder von Besuchern 365 Tage im Jahr betreut, in keinem Krankenhaus gebe es einen Förderverein, der sich um "verwaiste Eltern" kümmert, der eine Trauergruppe für Kinder hat oder der mit FLIDiabs Gruppentreffs für Familien von Kindern mit Diabetes Typ 1 anbietet.

Meier bilanzierte, dass Flika und die Menschen, die dahinter stehen, "zehn Jahre erfolgreiche Arbeit für Kinder geleistet haben". Der Verein hat es sich nach ihrer Auskunft zur Aufgabe gemacht, die medizinische Betreuung des Nachwuchses zu unterstützen und ihm damit das Gesundwerden zu erleichtern. Außerdem stehe Flika Kindern und deren Angehörigen in belastenden Situationen bei und helfe in Notlagen.

Mit einer Zeitreise in Bildern "Von den Anfängen bis heute" ließ Moderator Thomas Bärthlein die Geschichte Revue passieren. Chefarzt Dr. Andreas Fiedler, "Vater" von Flika, betonte, dass Amberg vor zehn Jahren eine der modernsten Kinderkliniken hatte und dass damals die durchschnittliche Verweildauer noch bei 6,5 Tagen lag. Heute könnten die jungen Patienten im Schnitt schon nach 2,6 Tagen wieder entlassen werden. Die Angebote von Flika seien ab dem ersten Tag gut angenommen worden. Fiedler erinnerte sich zum Beispiel an einige amerikanische Patienten, die mit Eltern neu in Deutschland waren, hier noch keine Freunde hatten und dann froh waren, dass sich Flika-Mitarbeiter herzlich um sie kümmerten.

Gertraud Holzner, die sich ebenfalls vom ersten Tag an im Verein engagiert hatte, unterstrich, dass seit 2005 jeder mit angepackt hat und das sei bis zur Stunde so geblieben. Sie wies auch auf das Gebet für Kinder hin, zu dem immer montags ab acht Uhr in die Klinikkapelle eingeladen wird. Ohne Unterbrechung würden dazu seit 2006 regelmäßig um die 20 Leute kommen.

In Vorbereitung ist das Projekt "Har.le.kin", das im Herbst startet und als Zielgruppe Eltern von Frühgeborenen hat, außerdem "unsichere" Mütter und Väter mit auffälligen Kindern. Margit Meier unterstrich, dass Flika auf Spenden angewiesen ist und dass damit zum Beispiel die Sparkasse Amberg-Sulzbach immer großzügig gewesen sei.

Sie bedankte sich aber auch bei Sportvereinen, Kindergärten oder Kirwa-Gesellschaften, um nur einige zu nennen, die bei der Verteilung ihrer Gelder oft an Flika gedacht hätten. Außerdem lobte Meier das Klinikum selbst, bei dem der Verein mit seinen Bedürfnissen nie vor verschlossenen Türen gestanden sei. Gerne spielte in diesem Zusammenhang auch Oberbürgermeister Michael Cerny "den Onkel mit dem Scheck".
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