Dieter Dörner führt durch die Welt des Mittelalters
Eine Stadt aus Stein stellt sich vor

Das alte Wingershofer Tor neben dem Landratsamt ist mit zahlreichen Riefen versehen. Eine Erklärung für dieses Phänomen gibt Gästeführer Dieter Dorner am 7. März. Bild: hfz
Wie der bekanntere "Tag des offenen Denkmals" steht auch der Weltgästeführertag alljährlich unter einem Motto. "Stein" lautet es in diesem Jahr. Dieter Dörner ist einer dieser Gästeführer, die in der Oberpfalz im Verein Leo organisiert sind. Dörner ist es auch, der am Samstag, 7. März, ab 10.30 Uhr eine Themenführung unter dem Motto "Amberg ist aus Stein gebaut" anbietet.

Sogar im Bergbau

Bei den repräsentativen Bauten des Landesherrn, der Stadt oder der Kirche fand vorwiegend Rhaet- und Doggersandstein Verwendung. Letzterer wurde in Amberg sogar bergmännisch unter Tage gewonnen. Es war Aufgabe der Steinmetze, die Quader zu bearbeiten und zusammenzufügen, dass daraus - erläutert am Beispiel der Martinskirche - ein den Gläubigen und Gott gefälliges Werk entstand. Beschäftigt in Bauhütten oder, wie meist auch in Amberg, verdingt auf Wanderschaft, war der Steinmetz einer der qualifiziertesten und bestbezahlten Handwerker im Mittelalter.

Welcher Werkzeuge bediente er sich? Welche "Baumaschinen" standen zu Verfügung? Wie entstand Maßwerk für Fenster oder Balustraden, wie Netzwerk als statisches und zierendes Deckenelement? Und was bedeuten die Riefen und Schüsselchen an Kirchen und Profanbauten? Wurden Waffen geschärft, Waffen gesegnet, Wetzsteine aufgeraut, Heilmittel gewonnen?

Dieter Dörner wird auf alle diese Fragen eingehen und versuchen, das Rätsel um die Riefen und Schüsselchen zu lösen. Beginn der Führung ist um 10.30 Uhr am Hochzeitsbrunnen, die Teilnahme ist kostenlos.
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