Dieter Meier, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, 50 Jahre - Seit 2007 an der Spitze des ...
Privat bleibt die Krawatte im Schrank

Den Job als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Amberg-Sulzbach übernahm Dieter Meier im Januar 2007. Der gebürtige Altenstädter und Chef von rund 500 Beschäftigten feiert heute seinen 50. Geburtstag. So richtig zufrieden sei er, sagt er von sich selbst, wenn der Erfolg sich nicht nur beruflich einstellt, sondern auch im privaten Bereich. Bild: Hartl
Lokales
Amberg in der Oberpfalz
03.11.2014
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Vor bald acht Jahren zog es ihn zurück in die Oberpfalz. Den Tag, als er sich entschied, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Amberg-Sulzbach zu werden, hat Dieter Meier "noch nie bereut". Alles lief bestens - bis ihm eine schwere Nierenerkrankung einen gesundheitlichen Strich durch die Rechnung machte. Ein Schlüsselerlebnis, wie Meier, mit jetzt 50 Jahren in der berühmten Mitte des Lebens angekommen, selbst sagt. Danach änderte er so einiges, erzählt er im Interview.

Der verheiratete Vater von vier Kindern hat sich von dem Rückschlag wieder erholt, er fühlt sich fit und er wirkt auch so. Der gebürtige Altenstädter, der vor seinem Wechsel Vorstandschef der Kreissparkasse Riesa-Großenhain in Sachsen war, ist in Amberg längst heimisch geworden.

Herr Meier, wenn Sie drei Wünsche frei hätten zum 50. Geburtstag, wie würden diese lauten?

Meier: Gesundheit an erster Stelle, ein optimistisches Umfeld, der dritte Wunsch wäre das Thema Erfolg auf unterschiedlichen Ebenen: privat und beruflich.

Wie geht es Ihnen derzeit gesundheitlich?

Meier: Gut! Ich fühle mich wohl, ich bin guter Dinge.

Eine Frage an den Vorstandschef: Wo steht die Sparkasse heute?

Meier: Ich glaube, wir haben ein sehr solides Fundament. Die Sparkasse hat ein paar sehr erfolgreiche Jahre hinter sich. Wir haben auf Terrains gewonnen, wo man uns früher unterschätzt hat. Zwei Beispiele: Firmenkundengeschäft und Private Banking.

Wie sieht in Zukunft der Kontakt zum Kunden aus?

Meier: Der wird näher sein. Nähe muss man neu definieren. Der Kunde will einen persönlichen Ansprechpartner. Wo sein Berater sitzt, ist ihm aber relativ egal. Hauptsache, es gibt diesen festen Ansprechpartner - und der muss sein Problem lösen können. Ich denke, dass der Bereich Bargeld eine große Rolle spielen wird. Die Beratung wird irgendwo isolierter sein. In Ursensollen kann man seit 1. Oktober direkt im Supermarkt, und zwar bei Edeka, an der Kasse Geld abheben.

Welcher Service fehlt der Sparkasse noch?

Meier: Wir müssen den Kunden mehr Beratung zu Hause anbieten. Auch zu ungewöhnlichen Zeiten. Da müssen wir noch hin.

Wie würden Sie sich als Chef von rund 500 Mitarbeitern selbst charakterisieren?

Meier: Fair, direkt, klar - das heißt mit klaren Vorstellungen -, durchaus menschlich.

Beschreiben Sie doch mal den privaten Dieter Meier.

Meier: Ohne Krawatte, Familienmensch, am liebsten ohne Armbanduhr. Ich liebe besonders Mallorca. Das ist für mich Krafttanken. Dort fühle ich mich total wohl.
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