Dingolfing der große Favorit

Beim ERSC Amberg heißt es, sich einschwören auf die neue Saison in der Landesliga. Bild: brü

In diesem Jahr hatte die Landesliga-Mannschaft des ERSC Amberg vier Wochen früher die Möglichkeit, auf Eis zu trainieren. Das war zwar teuer, aber es soll sich bei den Spielen auszahlen.

Am Wochenende beginnt die Spielzeit in der Eishockey-Landesliga. Viele Experten sind der Ansicht, dass gerade in der Nordost-Gruppe das Niveau in der Breite wohl noch nie so hoch war, wie in diesem Jahr. Da ist Spannung vorprogrammiert. Der ERSC Amberg befindet sich in illustrer Gesellschaft und startet am Sonntag, 12. Oktober, mit einem echten Kracher gegen den letztjährigen Oberligisten ERV Schweinfurt in die auf 14 Vereine aufgestockte Liga.

Neben diesen beiden alten Rivalen sind noch weitere namhafte Clubs vertreten, die in ihrer Historie Auftritte in den höchsten Amateurligen stehen haben - wenn es auch teilweise schon einige Jahre zurückliegt, etwa Pegnitz, Passau, Dingolfing, Haßfurt oder Inzell. Voraussagen sind da schwer zu treffen. Die Isar Rats aus Dingolfing scheinen im Rennen um die vordersten Plätze die besten Karten zu haben. Dann ist da noch der amtierende Meister aus Pegnitz, der nicht schwächer sein dürfte als im Vorjahr. Selbst ehemalige "Hinterbänkler" wie die 1b-Mannschaft aus Selb haben sich qualitativ spürbar verstärkt.

Gute Mischung

Auch der ERSC wird von der Konkurrenz häufig genannt, wenn es um die Aufzählung der "Geheimtipps" geht. Die Mannschaft von Trainer Stefan Ponitz hat viele neue Gesichter aufzubieten, vorrangig sehr junge Spieler, aber auch einige Routiniers wie Florian Bartels, Boris Flamik oder Christoph Schönberger, die da schon einen gehörigen Schuss Erfahrung einfließen lassen. In der Gesamtheit verspricht das mehr Stabilität. Trotzdem keine leichte Aufgabe für Ponitz, der ab dieser Saison mit Alex Reichenberger auch einen vielseitigen Co-Trainer zur Unterstützung hat. Angesprochen auf die sportlichen Ziele, gibt sich der "Pointer" etwas zurückhaltend. Auch er sieht Dingolfing vorne, aber dahinter würde es ein sehr enges Gedränge geben, und da könne der ERSC mitmischen. "Wichtig ist doch, dass unsere Jungs sich weiterentwickeln und konzentriert bei der Sache sind", so der Coach. Mit guten Leistungen würden sich in der Regel Erfolge automatisch einstellen und besser als vergangene Saison dürfe es dann schon sein - da belegten die Löwen den 6. Rang in einer 12er-Gruppe.

Die Vorbereitung sei prima verlaufen, lässt der Coach wissen. Die Mannschaft habe sehr gut mitgezogen und natürlich sei es von Vorteil gewesen, dass man einen Monat lang im heimischen Stadion trainieren und spielen konnte. Dafür hatte im Vorfeld der Vorstand gesorgt.

Eine Frage des Geldes

Der sieht in Person von Vereinschef Mustafa Sugle diesen Aspekt von zwei Seiten: "Rein sportlich haben der Gesamtverein samt Nachwuchs, die anderen Eissportarten und Hobbymannschaften davon profitiert", so Sugle. Allerdings müsse man sich die Frage stellen, ob man sich das künftig wirtschaftlich aufbürden müsse, denn das im Vergleich zu anderen Stadien kostspielige Voreis kostendeckend zu vermarkten, sei nicht einfach. Sportlich erwartet Sugle vom Landesligateam, "dass die Jungs vom ersten Punktspiel an zeigen, dass mit uns gerechnet werden muss" - dies bedeute entsprechenden Einsatz und Willen.
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