DJK Amberg beim Nachbarn ESV - Duell der Enttäuschten in Gärbershof
Einmal über die Straße

Personell werden wir nur durch die Alten Herren gerettet.
Acht Spiele, sechs Gegentreffer: Im Schnitt müssen die Torhüter des SV Michaelpoppenricht und des TSV Neudorf nur alle 120 Minuten den Ball aus dem Netz holen. Die beiden besten Abwehrreihen stehen sich am neunten Spieltag der A-Klasse Nord im direkten Duell gegenüber. Man darf gespannt sein, ob der schussstarke Tabellenführer aus Michaelpoppenricht (26 Treffer) die eine oder andere Schneise in das Abwehrbollwerk der Neudorfer schlagen kann. Der Tabellenvierte hat erst sieben Mal getroffen, damit aber 15 Punkte (!) geholt.

Der Pfeil zeigt nach oben

Die beste Offensive der Liga hat der FC Großalbershof (27), der damit allerdings einen Punkt weniger sammelte als der Spitzenreiter. Die Forsthofer haben nach einem mittelprächtigen Jahr wieder zugelegt und wollen auch beim FV Vilseck II punkten, der "dahoam" die Scharte der Auswärtsniederlage in Kümmersbruck ausbügeln möchte. Verfolger SV Sorghof II erwartet den SV Freudenberg II, der mit einem deutlichen Aufwärtstrend ins Reservat zu den "kleinen Indianern" fährt und den einen oder anderen Punkt mit in seinen "Wigwam" nehmen möchte. Keine leichte Heimaufgabe für die Sorghofer Bezirksligareserve.

Die DJK Amberg hat sich nach einer desolaten Kreisklassen-Saison gemausert und rangiert auf dem fünften Rang. Zu ihrem Auswärtsspiel müssen die Pongratz-Mannen diesmal nur einmal über die Straße zum Nachbarn ESV Amberg. Der Neuling ist auf den vorletzten Platz zurückgefallen und braucht Punkte, die er im Nachbarduell wohl nur schwer holen kann. Hinter den Erwartungen ist bislang der FSV Gärbershof geblieben, da hatten sich die Verantwortlichen mehr als die zehn Punkte nach acht Spielen und dem neunten Rang versprochen. Zu Gast ist der FC Freihung, der erst sieben Zähler auf der Habenseite hat und der bei einer weiteren Niederlage in den Abstiegssumpf rutschen würde. Denn hinter dem Kreisklassen-Absteiger sind nur noch drei Mannschaften, darunter auch der TSV Kümmersbruck.

"Es ist keine leichte Aufgabe, die Mannschaft neu aufzubauen", so TSV-Trainer Vladimir Steiger, "denn ein Großteil des nur 15-köpfigen Kaders war in der letzten Saison in der ,Zweiten' aktiv" - die es in dieser Saison gar nicht mehr gibt. Viele Ausfälle, die vor allem der beruflichen Belastung geschuldet sind, verringern den ohnehin sehr überschaubaren personellen Fundus, "und so werden wir personell nur durch die Alten Herren gerettet". Aber es gibt auch positive Signale beim TSV Kümmersbruck, "denn der erste Sieg gibt Auftrieb, wir haben unser Potenzial endlich genutzt". Damit blickt Steiger auch etwas nach oben: "Wir wollen uns stabilisieren. Und wenn der Kader komplett ist, können wir uns auch ein kleines bisschen nach vorne spielen." Da wird aber Gastgeber SG Ursulapoppenricht nicht so mitspielen wollen.

Theuern gegen Schlusslicht

Nach einem eher düsteren Start verbesserte sich der TSV Theuern ein Stück nach vorne. Schafft die Kramer-Elf den erhofften Heimsieg gegen die SG Etzenricht/Weiherhammer II, die am vergangenen Spieltag auf den letzten Platz abrutschte, wäre den Vilstalern ein Rang im gesicherten Mittelfeld zunächst einmal sicher.
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