Doppelpack schockt

Trotz der 4:6-Niederlage beim ersten Spiel der Saison in der Landesliga gegen den Favoriten aus Schweinfurt zeigte der ERSC Amberg (hier Sebastian Aukofer, rechts) phasenweise eine gute Leistung. Bild: brü

Zu viele Strafzeiten, fehlende Spieler, clevere Gäste: Der Auftakt für den ERSC Amberg verlief anders als erwartet.

Der ERSC Amberg ist mit einer unnötigen Niederlage in die neue Landesliga-Saison gestartet. Gegen den Ex-Oberligisten aus Schweinfurt mussten sich die Löwen mit 4:6 geschlagen geben. Zahlreiche Strafzeiten hemmten bei den Gastgebern den Spielrhythmus und trotzdem konnten sich die Löwen knapp zehn Minuten vor dem Ende bei eigener 4:3-Führung Hoffnungen auf die drei Punkte machen. Per Doppelschlag nach Fehlern in der ERSC-Defensive drehten die cleveren Gäste binnen einer Minute das Spiel.

Löwencoach Stefan Ponitz war mit der Leistung seiner Mannschaft insgesamt zufrieden, erkannte aber auch, dass das Fehlen so wichtiger Spieler wie Flamik, Bogner und Gäck in der Abwehr nicht wirklich zu kompensieren war. Schlecht zu sprechen war er dagegen auf die Unparteiischen, die mit kleinlicher Strafzeitenauslegung vornehmlich seine Spieler in die Kühlbox schickten. Die "Jalapenos Percussion" hatte schon vor dem Spiel für reichlich Stimmung unter den über 600 Zuschauern gesorgt. Auf dem Eis lief es dagegen zunächst wenig rund, gerade für die Löwen. Die mussten von Beginn an und die meiste Zeit in Unterzahl agieren, kassierten im Anfangsdrittel alleine 22 Strafminuten. Kein Wunder, dass auch die Führung der Gäste aus einer doppelten Überzahl resultierte. Die Sturmreihe mit Swadzba, Krieger und Farnbauer sollte an diesem Abend die zielstrebigste auf Amberger Seite sein und sorgte auch für den Ausgleich. Im Mittelabschnitt begann der ERSC mit zwei Mann weniger auf dem Eis und fing sich das 1:2 ein. Dann zeigte Daniel Krieger, dass man auch in Unterzahl Treffer erzielen kann und glich aus. Mitten in die Drangperiode der Gastgeber gelang den Unterfranken per abgefälschten Weitschuss die neuerliche Führung, kaum zu halten für Lukas Stolz, der eine starke Partie im Amberger Tor bot.

Die stärkste Phase hatte der ERSC zu Beginn des Schlussdrittels. In Co-Produktion sorgten die beiden Youngster Bastian Brenner und Torschütze Kirill Groz für den Ausgleich. Auch Groz hatte die erstmalige Führung für die Löwen auf dem Schläger, die blieb dann aber der Angriffsreihe mit Krieger vorbehalten. Die Gastgeber wollten Vorentscheidung erzwingen, fingen sich aber den Doppelpack der Mighty Dogs zum 4:6 ein.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.