Dr. Günther Baumer, Landes-Vizepräsident der Jäger, wird heute 70 Jahre alt - Nach wie vor ...
Jagd in Bayern maßgeblich mitgeprägt

Dr. Günther Baumer feiert heute 70. Geburtstag. Bild: Gebhardt
Das Wohl der Tiere lag ihm schon von klein auf am Herzen: Veterinärdirektor Dr. Günther Baumer feiert heute seinen 70. Geburtstag. Er hat von Jugend an seine Vision beharrlich verfolgt: als Kind im Tierschutzverein, nach dem Abitur am Gregor-Mendel-Gymnasium Studium der Tiermedizin, passionierter Jäger und schließlich Veterinärdirektor.

Wir erinnern uns: Dr. Baumer, seit 1973 Amtstierarzt und seit 1976 in Amberg, galt als einer der letzten "Schlachthofdirektoren" alter Prägung. 30 Jahre leitete er den städtischen Betrieb. Er sah sich immer wieder mit Herausforderungen konfrontiert: Bereits bei seinem Amtsantritt galt es, die Richtlinien der Europäischen Union umzusetzen, 1987 erfolgte der Umbau und vor 23 Jahren die Ansiedlung eines Zerlegebetriebes.

Damals erhielt der Schlachthof durch die Jura-Fleisch GmbH eine Zukunftsperspektive. 2007 kam dann noch die Ansiedlung eines großen Wildverarbeitungsbetriebs dazu, außerdem waren eine Käserei und ein Fischbetrieb zu überwachen.

"Ich habe meine Aufgabe stets nicht nur in Überwachung, sondern auch in Beratung und Hilfestellung gegen eine überbordende Bürokratie gesehen", erklärt Baumer im Gespräch mit unserer Zeitung. Der 70-Jährige war als Veterinärdirektor in Stadt und Landkreis auch für die Viehbestände und die daraus produzierten Lebensmittel zuständig - der Kontakt zum ländlichen Raum machte ihm am meisten Spaß, viele Bauern, Fischer, Imker und Schäfer lernte er kennen. Vor fünf Jahren ging er als Leiter des Amberger Schlachthofes in den Ruhestand.

Gerade mit der nicht alltäglichen Kombination aus Veterinärmedizin und Jagdwesen fühlte sich der am 23. April 1945 in Oberndorf am Neckar geborene Günther Baumer sehr wohl: "Ich hatte innerhalb des Berufs ein Hobby gefunden." Von 1986 bis 1996 wirkte er im Vorstand der Jäger- Kreisgruppe Amberg, dazu ist er seit 21 Jahren Regierungsbezirksvorsitzender und seit 13 Jahren Vizepräsident des Bayerischen Landesjagdverbandes.

Im BJV ist Baumer zuständig für die Themen Hochwild, Wildkrankheiten und Wildbrethygiene. Ein Beispiel seines Wirkens: Dass die Einführung der sogenannten Wildursprungszeichen seinerzeit im Bundesrat gekippt wurde, ist Erfolg der Überzeugungsarbeit von Baumer: "Ich habe einige Jahre gegen diese völlig unnötige Bürokratie gekämpft und konnte aufgrund meiner beruflichen Erfahrung sowohl den Jagdverband als auch die Minister überzeugen." Baumer ist auf seinem Fachgebiet auch Ausbilder im Ministerium und wird zu Vorträgen nach Tschechien und Österreich geladen.

Bei der Fülle dieser Aufgaben ist es ihm sicher nicht langweilig. Dass das Privatleben nicht zu kurz kommt, dafür sorgt seine Frau Friederike, die jagdliche Interessen mit ihm teilt, sich um die Hunde kümmert und auch beim Radfahren für den sportlichen Ausgleich sorgt: "Sie ist für mich ein Glücksfall!"

Ruhe findet der zweifache Familienvater auch im Jagdrevier in Urspring, wenn ihm seine zahlreichen Aufgaben etwas Raum lassen. Die Belange der Jagd stehen für ihn aber weiterhin immer ganz obenan.
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