Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium koordiniert Comenius-Projekt mit vier Ländern
Aufmerksamkeit für Toleranz

Amberg in der Oberpfalz
12.10.2011
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Europa nicht nur als Schulstoff in Geografie oder Sozialkunde zu behandeln, sondern auch erfahrbar zu machen. Dieses Ziel schrieb die Leiterin des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums, Oberstudiendirektorin Renate Gammel, bei der Auftaktveranstaltung dem Comenius-Projekt "Spotlights for Tolerance" zu. Es wurde von ihrer Schule mit auf den Weg gebracht.

Renate Gammel verwies bei dieser Gelegenheit darauf, wie wichtig es für eine Schule ist, die Idee der europäischen Zusammengehörigkeit mit Leben zu füllen. Gerade die persönliche Begegnung mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturkreisen diene dem Abbau von Vorurteilen.

Kosten sind geklärt

Studiendirektor Peter Ringeisen informierte über Rahmenbedingungen und Ziele. Die Europäische Kommission, in den beteiligten Ländern vertreten durch Nationale Agenturen, finanziere es mit 22 000 Euro pro teilnehmender Schule, so dass die Kosten für Reisen zu Partnerschulen abgedeckt sind. Die Anliegen des Programms "Lebenslanges Lernen", zu dem das Comenius-Programm gehört, seien in dem am DJDG entworfenen Projekt in großer Breite erfüllt: Es fördere Kontakte zwischen europäischen Schulen, bei denen sich sowohl Schüler als auch Lehrer kennenlernen und austauschen; es unterstütze das Fremdsprachenlernen (Hauptsprache des Projekts ist Englisch, aber es werden auch grundlegende Redewendungen und Wörter in der Sprache der Partnerländer gelernt); und es nutzt die Möglichkeiten der Kommunikation über das Internet.
Das Kernstück sei die gemeinsame Arbeit an einem Theaterabend zum Thema "Toleranz". Die 21 Schülerinnen der 9. und 10. Klassen, aus denen sich das Projekt-Team zusammensetzt, stellten die Partnerstädte vor, in die sie jeweils in Fünfergruppen reisen werden: Das erste Treffen findet Mitte Oktober im polnischen Chojnice statt, einer Stadt etwa der Größe Ambergs, die etwa 120 Kilometer südwestlich von Danzig liegt.

Im Frühjahr 2012 geht es nach Salihli (Türkei) , circa 100 Kilometer östlich von Izmir. Zu Beginn des kommenden Schuljahrs führt die Reise nach Sizilien . Sciacca ist ein Ort der Größe Ambergs mit einem malerischen Hafen und ebenfalls geschichtlich interessanter Umgebung. Im Winter 2012 trifft man sich im rumänischen Sibiu (Hermannstadt) , mit 170 000 Einwohnern die größte der Partnerstädte. Sibiu war über Hunderte von Jahren das kulturelle und politische Zentrum der Siebenbürger Sachsen. Im Jahre 2007 trug es den Titel einer Europäischen Kulturhauptstadt. Im April 2013 schließlich wird Amberg zum Treffpunkt der fünf Projektschulen. Am Ende dieses Treffens werde auf der Bühne des Gerhardinger-Saals die Szenenfolge aufgeführt, die die Schüler zusammen erarbeitet und einstudiert haben - hauptsächlich auf Englisch, aber auch mit Passagen in den jeweiligen Landessprachen.

Schülerinnen freuen sich

Auf dieses europäische Ereignis freuten sich die Decker-Schülerinnen schon jetzt, wie Projektleiter Ringeisen anmerkte. Die Präsentation, die die Information des Abends veranschaulichte, ist im Internet abrufbar unter http://2.gp/S4T_auftakt
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