Dr. Ulrich Schmid hat mit 70 Jahren noch viel vor
Ruhestand ist etwas ganz anderes

Kein Immobilieninvestor hat bisher das innerstädtische Einzelhandels-Geschehen so geprägt, wie Dr. Ulrich Schmid. Und die Ideen sind ihm noch lange nicht ausgegangen. Bild: Steinbacher
Dr. Ulrich Schmid feiert heute seinen 70. Geburtstag. An so etwas wie Ruhestand aber denkt der bekannte Steuerberater, Rechtsbeistand und Immobilienbesitzer noch lange nicht. Wie könnte er auch - jetzt, wo es für Amberg noch einmal ums Ganze geht: um die Entwicklung des Bürgerspitalgeländes und des gegenüberliegenden Forum-Areals und davon abhängig um weite Teile der Altstadt.

Diesen engen Zusammenhang sieht der Amberger voller Herzblut für seine Heimatstadt und er hat auch in AZ-Berichten immer wieder betont, wie wichtig jetzt ein gutes Konzept für den Standort ist. Deshalb hat er natürlich seinen Hut in den Ring geworfen. Er hat sich mit seiner Firma am Ideenwettbewerb beteiligt. Doch diesen Antrieb hat der 70-Jährige nicht erst seit es ums Bürgerspitalgelände und noch länger ums Forum geht.

Er zeigt dieses Engagement speziell für die Altstadt seit Jahrzehnten. Schmid besitzt hier diverse Immobilien, die er nicht nur wegen des Eigentums gekauft hat. Im Gegenteil entwickelte er für jedes seiner Häuser Konzepte, wie sie am besten nutzbar werden. So war es Ulrich Schmid, der mehrere Modehäuser nach Amberg brachte: Zum Beispiel H&M, weil der Amberger mit Wohnsitz in Lintach das ehemalige Oberpaur-Gebäude erwarb und aufmöbelte. C&A darf man seinem Einsatz zurechnen, einst Lindex und Hugendubel, an deren Stelle prominent am Marktplatz inzwischen Vero Moda und Jack and Jones getreten sind.

Kein Original-Amberger

Aber auch Bijou Brigitte an der Georgenstraße und Nanu-Nana in der Bahnhofstraße bieten Schmids Häuser eine adrette Heimat, hinzu kamen außerhalb der City der Drogeriemarkt Rossmann und die Supermarktkette Lidl. Seine Objekte in der City sind Schmuckstücke, zum Großteil mit Liebe zum Detail vom Saulus zum Paulus verwandelt. Dabei ist Ulrich Schmid ein gebürtiger Weidener, machte allerdings in Amberg Abitur und lernte schon als Schüler seine Frau Eva-Maria kennen, mit der er seit über 40 Jahren verheiratet ist.

Beide gingen in Nürnberg auf die Uni und schlossen ihr Studium als Diplom-Kaufleute ab. Die ersten Schritte im Berufsleben unternahm Schmid in der Kanzlei seines Schwiegervaters Dr. Erhard Hille. 1977 machte er sich selbstständig. Privat ist der Amberger, der vor einigen Jahren nach Lintach gezogen ist, ein großer Anhänger der Jagd.

Helfen kann begeistern

Und noch eine Facette gibt es an ihm, die er nie groß vor sich herträgt: Er ist seit über 40 Jahren stellvertretender Vorsitzender der Projekthilfe Dr. Luppa. Vom einstigen Gründer und Namensgeber der Entwicklungshilfeorganisation, die 2014 ihr 50-jähriges Bestehen feierte, ließ er sich faszinieren vom "Amberger Modell der Nächstenliebe" und dem Gedanken von der Hilfe zur Selbsthilfe für Arme. Dabei hat er ein großes Herz für die Philippinen entwickelt, wo einst die ehrenamtliche Arbeit von Dr. Dietrich Luppa und ihm begann. Obwohl die Projektpartnerschaft mit dem Krankenhaus in der philippinischen Stadt Sorsogon 1998 offiziell in die Selbstständigkeit entlassen wurde, hat sich Ulrich Schmid 2013 und 2014 noch einmal stark für die mittlere Inselregion engagiert.

Dort hatte der Jahrhunderttaifun Haiyan 7000 Tote und Hunderttausende Obdachlose gefordert - für Schmid Anlass, erneut zu helfen. Mit viel eigenem Antrieb sammelten er und die Projekthilfe 38 000 Euro Spenden, von denen neue Fischerboote angeschafft wurden, die der Taifun zu Hunderten zertrümmert hatte. Auch das ist Dr. Ulrich Schmid, der heute in der Lintacher Kirche mit dem dortigen Pfarrer Robert Kratzer einen Dankgottesdienst für seinen Geburtstag feiert.
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