Dr. Wolfgang Funk mit weit mehr als 3000 Notarzteinsätzen - Jetzt ist für ihn Schluss
Rettender Engel aus der Luft

31 Jahre lang war Dr. Wolfgang Funk, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am Klinikum St. Marien, als Notarzt in Heidelberg, München, Regensburg und Amberg tätig. Seit 1994 flog er für die Luftrettung - zunächst mit dem Hubschrauber Christoph Regensburg, anschließend mit Christoph 80. Und so kommt er auf die beeindruckende Zahl von mehr als 3000 Notarzteinsätzen.

Mann der ersten Stunde

Seit dem ersten Tag von Christoph 80 war Funk Teammitglied. "Mein erster Dienst war gleich am zweiten Einsatztag. Danach hatte ich wie alle anderen jeden Monat zwei Tage Dienst", erinnert er sich. Warum Flugrettung? "Ganz einfach: Im Christoph 80 dürfen nur erfahrene Fachärzte mit abgeschlossener intensivmedizinischer und notärztlicher Ausbildung fliegen. Davon gab es in den Anfangszeiten von Christoph 80 nicht so viele", erläutert Funk.

Man sei oft bei besonders schweren Notfällen, bei schlimmen Verkehrsunfällen zum Beispiel, gefragt - oft auch als Unterstützung der bereits vorhandenen Rettungskräfte, "quasi als rettender Engel aus der Luft". "Und ich wollte meine langjährige Erfahrung dort zur Verfügung stellen, wo sie am sinnvollsten eingesetzt werden kann", sagt Funk.

Alfred Rast, der Leiter der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz, und Dr. Jürgen Altmeppen, der Leitende Hubschrauberarzt, dankten Funk jetzt für seinen Einsatz in den vergangenen Jahren und verabschiedeten ihn offiziell aus dem Flugrettungsdienst. "Man muss auch mal die Jüngeren ranlassen", lacht der Chefarzt und fügt hinzu: "Jetzt ist der Nachwuchs ausgebildet - und nach so vielen Einsätzen und zum 63. Geburtstag sollte es genug sein."

Ein bisschen tut's weh

Der Abschied schmerzt natürlich ein bisschen. Das gibt Dr. Wolfgang Funk zu. Aber mit dem Umzug der Intensivstation in den Klinikumsneubau, dem Aufbau der geplanten Intermediate Care-Station in St. Marien und der Präsidentschaft beim Rotary Club 2016/17 warten beruflich und privat schon die nächsten Aufgaben auf ihn.
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