Drei Fragen

Thomas Appel ist Dirigent und künstlerischer Leiter des rund 80 Mitglieder zählenden und 1996 mit dem Musikförderpreis ausgezeichneten Oratorienchors sowie Initiator des Sinfonieorchesters.

Wie schwer ist es, Beethovens neunte Sinfonie auf die Bühne zu bringen?

Thomas Appel: Der musikalische Anspruch ist enorm, denn das Werk geht sehr an die Physis des Sängers. Es ist laut und hoch. Der Laie hört oft nur die eine Melodie, aber da stehen natürlich noch ein paar andere Noten. Das Gesamtkunstwerk ist eine echte Herausforderung.

Können Sie gemeinsam mit den italienischen Kollegen vorab proben?

Appel: Wir werden einen Tag vor dem Konzert die Generalprobe zusammen haben. Aber schon jetzt tausche ich mich mit dem Chorleiter Gigi Bertagna aus über Gestaltung und Tempi. Und, ganz wichtig, wir mussten uns absprechen, damit wir die gleichen Noten haben. Die Italiener werden auf Deutsch singen, das wird natürlich noch einmal gesondert eine Herausforderung. Aber das sind nur Kleinigkeiten.

Was bedeutet es für ihre Sänger, Beethovens Neunte zu singen?

Appel: Die Idee dafür stand ja schon vor zwei Jahren im Raum, als wir den italienischen Chor Santa Maria Maddalena in Desenzano besucht hatten. Und auf der Rückreise im Bus waren die Sänger schon begeistert davon. (roa)
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