Dreidel und Krapfen gehören zu Chanukka

Chanukka, das achttägige Lichterfest, erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels nach dem erfolgreichen Makkabäeraufstand. Im zerstörten Tempel war nur noch ein Kännchen geweihtes Öl aufgefunden worden. Für die Juden eine Katastrophe, denn die Menora, der siebenarmige Leuchter im Tempel, sollte niemals erlöschen, das Öl reichte gerade noch für einen Tag und um neues herzustellen, wurden acht Tage benötigt.

Wie durch ein Wunder brannte das verbleibende Öl schließlich acht Tage - und damit lange genug, dass neues, geweihtes Öl hergestellt werden konnte. Daran erinnert Chanukka. Am ersten Abend wird ein Licht am achtarmigen Leuchter angezündet - jeden Tag kommt schließlich ein weiteres hinzu, so dass am achten und letzten Tag des Lichterfestes alle brennen. Zum Anzünden wird eine spezielle Kerze verwendet, die Diener genannt wird.

Das Öl spielt auch bei den Speisen des Lichterfestes eine große Rolle: Aufgetischt werden vor allem süße Sachen, zum Beispiel in Öl ausgebackene Krapfen, aber auch Kuchen und Obst. Beliebt sind Spiele mit dem Dreidel. Dies ist ein Kreisel mit vier Seiten, wobei jede einen anderen hebräischen Buchstaben anzeigt. (san)
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