Durchfragen ist auch eine Lösung

Inzwischen hätte es sogar etwas von moderner Kunst; abstrakter natürlich, weil man auf den ersten Blick gar nicht mehr erkennt, was es denn sein soll. Dem zweifelnden Betrachter hilft dann die Beschriftung auf die Sprünge: "Bebauungsplan Amberg Wohnanlage St. Sebastian".

Laut Anwohnerin Jutta Herpich sollte diese Tafel mal die Ortsfremden aufklären, welche Grundstücke dieses Viertels man erreichen kann, wenn man von der Stauffenberg-Straße in die Don-Bosco-Straße einbiegt. Mittlerweile kann das Teil diesem Bildungsauftrag nicht einmal mehr bei Informationshungrigen mit viel Fantasie gerecht werden. Eine nicht ganz trennscharfe Mischung aus Graffiti-Kunst und Vandalismus hat das Schild jeglicher (straßenführungstechnischen) Aussagekraft beraubt.

Also eine neue Version hinstellen? Heuer eher nicht mehr, denn der Etat der Stadt Amberg für die Erneuerung von Straßenschildern liegt 2015 nur bei 400 Euro und ist - nicht ganz überraschend - schon aufgebraucht, wie Pressesprecherin Susanne Schwab mitteilt. Dass die aktuelle Version aber eher zur allgemeinen Verwirrung beiträgt, leuchtet auch den Verantwortlichen bei der Stadt ein. Sie peilen deshalb folgende Lösung an: Entweder es gelingt, hier auf die Schnelle noch ein paar Euro aufzutreiben, oder die Ex-Informationstafel kommt weg. Das hält auch Jutta Herpich für eine vernünftige Lösung im Hinblick auf die Außenwirkung der Wohnanlage. Als neutraler Beobachter ist man geneigt, in Zeiten von Navigationsgeräten und -apps die restlose Entfernung des Schildes zu empfehlen - dann kriegen auch die Kratzkünstler kein Kopfweh über der Frage, wie sie es "verschönern" können.
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