Echtes Husarenstück

Vor dem Tor des überragenden Amberger Schlussmanns Martin Feldbauer (hinten) stemmen sich Daniel Gschrei, Max Schobert und Christian Strasser (von links) dem Sprungwurf eines Forchheimers entgegen. Bild: Ziegler

Nicht immer erfreuen sich die Zuschauer der HG Amberg an einer starken Leistung ihrer Mannschaft. Aber was die Truppe von Trainer Roland Schmid gegen den HC Forchheim bietet, hat Seltenheitswert.

Am Samstag gelang den Bezirksoberliga-Handballern der HG Amberg ein echtes Husarenstück: Gestützt auf eine bärenstarke Abwehrleistung gewannen sie mit 26:23 (13:11) gegen den HC Forchheim. Die Oberfranken kamen mit 8:0 Punkten und einer Ausbeute von durchschnittlich 34 Treffern angereist. Die Truppe von Dirk Samel rechtfertigte ihre Favoritenstellung auch mit einer schnellen 5:3-Führung.

Effektiv gedoppelt

In der Folgezeit gelang es den Ambergern aber, die Stärken der Forchheimer zu unterbinden. In der Deckung wurde gegen die quirligen Angreifer nun effektiv gedoppelt und im Angriff konsequent agiert, so dass Forchheim kaum Chancen auf Schnellangriffe hatte. Zudem hatte die Mannschaft von Trainer Roland Schmid mit Martin Feldbauer einen überragenden Torhüter: Er parierte 53 Prozent aller Bälle und war damit nicht nur der Garant für die 13:11-Halbzeitführung. Nach dem Seitenwechsel schien die Partie zu kippen. Schmid: "Wir haben vorne die Bälle weggeworfen und Forchheim hat das gnadenlos bestraft." Nach dem 16:18-Rückstand rissen sich die Hausherren aber wieder am Riemen und spielten konzentriert.

Tor wie zugenagelt

Einen großen Anteil daran hatte auch der A-Jugendliche Jonas Rohrbach, dem auf der rechten Rückraumposition vier Treffer gelangen. Die Abwehr schaffte es nun auch wieder, die Gegenspieler zu doppeln und den Forchheimer Angriffswirbel zu unterbinden. Im Positionsangriff hatte der HC seine liebe Mühe, zumal Feldbauer seinen Kasten phasenweise zunagelte. Die HG kämpfte und ging mit 23:22 wieder die Führung.

Angetrieben vom treffsicheren Tobias Hirsch nutzten die Amberger ihre Chancen und hielten den Gegner auf Abstand. Am Ende stand ein 26:23-Sieg auf der Anzeigetafel, der von der überragenden Defensivleistung zeugte. Schmid lobte seine ersatzgeschwächte Mannschaft in den höchsten Tönen: "Sie hat in der Abwehr sensationell gekämpft."

HG Amberg: Tor: Feldbauer, Beyer. Feld: Hirsch (8/2), Rohrbach, Schobert, Wagner (je 4), Ringeisen (3/2), Andersch (2), Strasser (1), Gschrei, Sammet, Streber.
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