Eckert-Bau: Teilabbruch geplant

Abgerissen werden soll der nordwestliche, niedrigere Teil des Eckert-Baus, zu sehen im Vordergrund. Bild: Hartl

Wenn der Bauausschuss des Stadtrats am 16. September zustimmt, dann steht dem Teilabbruch des Eckert-Baus nichts mehr im Weg. Dieses Gebäude soll verschwinden, weil es nicht mehr in das künftige Bild passt.

Es ist der nordwestliche, niedrigere Trakt, um den es sich handelt. Das, was vom Eckert-Komplex am Ende übrig bleibt, erhält einen Treppenhaus-Anbau mit Aufzuganlage und eine Anbindung an die geplante Tiefgarage auf dem ehemaligen Bürgerspital-Gelände. Daraus wird dann ein Wohn- und Geschäftshaus. Nach Angaben der Bauverwaltung stehen künftig rund 280 Quadratmeter Ladenfläche und 15 Wohnungen zur Verfügung.

Das Anwesen gehört zu den sogenannten "maßstabsprengenden Neubauten". Der viergeschossige Bau mit zusätzlichem Kniestock überragt die daneben stehende Spitalkirche deutlich. Der Entwurf, der dem Bauausschuss demnächst präsentiert wird, gefällt den obersten Denkmalpflegern in München, die an dem Verfahren zu beteiligen waren, offensichtlich nicht. "Die Maßnahme wird deshalb vom Landesamt abgelehnt", lautet der Hinweis für die Ausschussmitglieder in der Beschlussvorlage. Die Erweiterung durch Treppenhaus und Fahrstuhl würde die vorhandene "Fehlentwicklung" noch steigern, argumentieren die Denkmalschützer.

Ungeachtet dessen hält das Amberger Baureferat den Anbau für "städtebaulich vertretbar und mit den Zielen des rechtskräftigen Bebauungsplanes vereinbar". Der vorhandene Baukörper verlängere sich im Übrigen lediglich um zehn Prozent, merkt sie an.

Den Teil des Eckert-Baus, der erhalten bleibt, hatte Ende vergangenen Jahres Innenstadt-Investor Dr. Ulrich Schmid gekauft (wir berichteten). Ursprünglich hatte er vor, dort noch heuer neues (Geschäfts-)Leben einziehen zu lassen. Doch in Abstimmung mit Baureferat und Stadt habe er noch zugewartet, auch wenn das "kostenmäßig nicht ganz lustig ist". Schmid erscheint es sinnvoll, sein Vorhaben nach der Entwicklung des ehemaligen Forums und auf dem früheren Bürgerspital auszurichten. Was in den künftigen Laden im Erdgeschoss einmal hineinkommt, wisse er heute noch nicht.
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