Ehemaliger Kulturreferent Norbert Fischer feiert 70.
Enkel geben Ton an

Norbert Fischer trat 2009 in den Ruhestand, nachdem er als Kulturreferent noch die 975-Jahr-Feier der Stadt geplant hatte. Heute feiert er seinen 70. Geburtstag. Bild: Huber
Maximilian (5) und Alexander (3) statt Stadtratssitzung oder Kulturausschuss: Für Norbert Fischer spielen jetzt ganz klar die Enkel die erste Geige. Seit 2009 ist der frühere Kulturreferent in Ruhestand, heute feiert er seinen 70. Geburtstag. Um Fischers Verdienste im Stadtverband für Sport und bei den Freunden des Stadttheaters zu würdigen, gibt Oberbürgermeister Michael Cerny um 10 Uhr im Saal der Stadtwerke einen Empfang für geladene Gäste. Am Abend feiert der Jubilar mit der Familie, Freunden und engen Weggefährten im ACC-Restaurant.

LGS wirkt noch nach

Wenn Norbert Fischer auf seine berufliche Laufbahn bei der Stadt zurückblickt, fallen ihm sofort herausragende Ereignisse ein: die Landesgartenschau 1996, das Millennium von 1999 auf 2000, die Landesausstellung "Winterkönig" 2003 und die 975-Jahr-Feier Ambergs 2009. Vor allem das LGS-Gelände hat es ihm nach wie vor angetan. "Es ist schön, dass so vieles erhalten geblieben ist." Dass es dort so prächtig ist, sei auch Verdienst von Stadtgärtnerei und Betriebshof, die das Areal in Schuss halten. Unter all dem, was die Landesgartenschau damals so geboten hat, ragten für Fischer die Vilsplätten, die es heute noch gibt, und das Schmetterlingshaus heraus. Die Zahlen hat er noch im Kopf parat: 800 000 Besucher waren im Schmetterlingshaus, 650 000 nutzten die Plätten.

Für die Kultur interessiert sich der einstige städtische Referent noch immer ("Ich schlage fast immer beim Sommerfestival auf"), für sie engagiert er sich heute noch. Zum Beispiel als Vorsitzender der Freunde des Stadttheaters. Dieser Einrichtung steht Großes bevor: der barrierefreie Umbau und eine Sanierung des Hauses. Die Vereinigung, an deren Spitze Fischer seit 2009 steht, hat versprochen, sich um die Bestuhlung zu kümmern, wofür schnell mal 250 000 bis 300 000Euro zusammenkommen. "Das Geld zu sammeln, ist eine meiner großen Aufgaben", sagt Fischer. "Aber wir haben es versprochen und was versprochen ist, wird gehalten."

Schafkopfen bleibt Hobby

Die Zeit, die er mit seinen Enkeln verbringen kann, genießt er. Mit den Buben fährt der Opa zur Sommerrodelbahn am Monte Kaolino oder ins Bad und spielt mit ihnen daheim - Polizei und Feuerwehr sind bei den Jungs beliebt. Neben Reisen zählt der Ex-Kulturreferent auch das Schafkopfen zu seinen Hobbys. Als er noch im Amt war, kartelte er gerne nach den Stadtratssitzungen in der Archivstube. "Ich spiele auch heute noch, zum einen mit Freunden, zum anderen mit ehemaligen Stadtrats-Kollegen." Doch heute stehen weder Ehrenämter noch Freizeitaktivitäten im Vordergrund, sondern Norbert Fischer selbst. Da darf er sich auch über Glückwünsche der Enkel freuen.
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