Ehepaar Mosler feiert diamantene Hochzeit - Voll aktiv
Mit Rücksicht und Toleranz 60 Jahre treu

Auch Bürgermeister Martin Preuß gratulierte Gretel und Klaus Mosler (von links) zur diamantenen Hochzeit. Das Ehepaar ist neben seinen sportlichen Aktivitäten sehr reisefreudig, wie hier im Hintergrund einige Souvenirs von vielen Touren weltweit zeigen. Bild: ath
60 Jahre verheiratet zu sein, ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit. Wer so lange in der Ehe glücklich ist, muss vor allem eines beherzigen: Toleranz und gegenseitige Rücksichtnahme. Das bestätigen Gretel und Klaus Mosler, die ihre Beziehung seit sechs Jahrzehnten nach diesem Prinzip pflegen und gestern ihre diamantene Hochzeit feiern konnten.

"Selbst wenn es mal Zoff gibt, sollte man abends nie ins Bett gehen, ohne sich wieder zu versöhnen", verrät die Ambergerin ein einfaches Rezept, wie man auch mögliche Missverständnisse und Schwierigkeiten meistert. "Das haben wir immer so gemacht und das machen wir heute noch so", lächelt Gretel Mosler ihren Klaus an, den sie schon seit frühester Jugend kennt, weshalb sich die beiden eh praktisch blind verstehen.

Schon als Kinder Freunde

Im oberschlesischen Martinau im Kreis Beuthen hatten sie sich "als Nachbarskinder" kennen und später lieben gelernt. Er war 22, sie 19 Jahre alt, als sie 1955 im selben Ort kirchlich und in Klausberg standesamtlich heirateten. Zwei Jahre danach schon konnten sie durch die Familienzusammenführung Oberschlesien verlassen und kamen zunächst nach Rheine in Nordrheinwestfalen. Weil es dort aber nicht möglich war, beruflich Fuß zu fassen, folgte das Ehepaar der Zwillingsschwester von Gretel nach Amberg.

Sie hatte sich zusammen mit der Mutter hier niedergelassen. Durch ihren Schwager, der damals bei Rosenthal am Bergsteig arbeitete, erhielt auch Gretel Mosler bei dem Porzellanhersteller eine Anstellung, die sie 16 Jahre lang behalten sollte. Ihr Mann fand bei der Amberger Flaschenhütte einen ebenso guten Job, den er bis zur Schließung 1981 über 20 Jahre ausübte (danach folgten noch einige Jahre bei Grammer und einem Bestattungsunternehmen).

So situiert kamen bereits 1958 und '59 Sohn Dieter und Tochter Inge zur Welt; außerdem bauten die Moslers in Aschach ihr eigenes Haus, das sie bis zum Auszug der Kinder behielten und erst 1992 gegen eine Eigentumswohnung am Fallweg "tauschten", wo sie heute noch leben. Doch, überspitzt gesagt, sind die Moslers gar nicht so oft zu Hause. Sie sind nämlich regelmäßig sportlich aktiv - gehen walken, kegeln und drei Mal die Woche ins Fitnessstudio (mit 82 bzw. 79 Jahren). "Wir sind total im Stress - im gesunden", lacht Klaus Mosler und verrät eine weitere Leidenschaft der beiden.

Java, Bali, Kuba und mehr

Das Ehepaar ist ausgesprochen reisefreudig, kann die Länder rund um den Erdball, die es alle schon gesehen hat, gar nicht zahlenmäßig nennen. Aber so exotische Ziele wie Java, Bali, Singapur und Kuba gehörten ebenso dazu wie ganz Europa und der Mittelmeerraum. Bei der heuer geplanten Kreuzfahrt wird es nach ihrer Auskunft richtig schwierig, ein Angebot zu finden, das nicht zu viele Häfen und Städte beinhaltet, die die beiden schon gesehen haben.

Am eigentlichen Hochzeitstag gestern freuten sie sich über den Besuch von Bürgermeister Martin Preuß, der im Namen der Stadt zum Ehejubiläum gratulierte. Heute feiern die zwei mit Nachbarn aus ihrem Haus und am Sonntag haben sie ihre Kinder mit Familien und Freunde auf den Bienenhof in Aschach eingeladen. Zuvor aber gibt es in der Bergkirche die obligatorische Sonntagsmesse, die der diamantenen Hochzeit ein besonderes Gedenken widmet.
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