Ein bisschen schielen geht noch

Martin Dehling (Bild) hat das Traineramt beim Tabellenletzten SV Etzelwang übernommen. Bild: Ziegler

Die beiden Anführer der Kreisklasse Süd stehen vor kniffligen Aufgaben. Im Duell der A-Klassenmeister erwartet der TuS Rosenberg II den 1. FC Neukirchen, und die SpVgg Ebermannsdorf misst sich mit dem 1. FC Rieden - ein Rückrundenauftakt nach Maß. Der SV Etzelwang hat immer noch ganz andere Sorgen - trotz Trainerwechsels.

Bis auf zwei Partien steht die Liga im Soll. Hinter den Aufstiegsanwärtern aus Neukirchen und Rieden hat sich der FC Schlicht positioniert, danach trennen die Mannschaften von Rang vier bis Platz elf nur vier Pünktchen. Dann rollt schon der SV Illschwang/Schwend an, der sich durch den Erfolg über die Jungs vom Schlichter Rennweg wieder in die Nähe der gesicherten Plätze gespielt hat. Schon sechs Punkte trennen den dritten Aufsteiger, den SC Germania Amberg II, vom rettenden Ufer und gar 14 Zähler Abstand hat Schlusslicht SV Etzelwang.

Da noch einmal herauszukommen ist wirklich eine Herkules-Aufgabe. "Aber Aufgeben kommt für uns nicht in Frage", erklärt Klaus Strobel, der Vorsitzende des SV Etzelwang. "Wir sind sehr schlecht in die Gänge gekommen", berichtet der Vereinschef, "was auch den vielen Verletzten und dem damit verbundenen Personalmangel geschuldet war. Langzeitverletzte wie Benjamin Schierl hinterlassen zudem große Lücken. Dazu fehlte uns auch immer wieder die letzte Konsequenz." Das macht Strobel auch an Ergebnissen fest, so konnte die eigene Führung wie am letzten Spieltag in Weiherhammer nicht über die Zeit gebracht werden. Ähnliche Erlebnisse gab es beispielsweise auch gegen den SV Hahnbach II und den FC Rieden. "Und außerdem schlagen wir aus unseren Chancen zu wenig Kapital." So bleibt bis jetzt nur der Platz ganz unten und der neu installierte Trainer Martin Dehling, der für Florian Zippe übernahm, hat das Ruder noch nicht herumreißen können. "Wenn es nicht läuft, dann läuft es eben nicht, aber wir werden jetzt nach vorne schauen. Aufgegeben haben wir jedenfalls noch nicht und schielen zumindest auf den Relegationsplatz", versichert Strobel. Die Hürde beim SV Köfering erscheint für das Schlusslicht doch sehr hoch.

Mit zehn Punkten aus zwölf Partien liegt der Neuling SC Germania Amberg II nicht so ganz im Soll und wenn der Ligaerhalt gepackt werden soll, müssen die Jungs vom Langangerweg noch einige Spiele reißen. Das wird aber schwierig, denn der FC Schlicht gibt seine Visitenkarte ab - eine der Top-Mannschaften der Liga.

Durch die letzten Resultate hat zwar der SV Illschwang/Schwend die Abstiegssorgen nicht ganz verscheuchen können, aber das rettende Ufer und der Anschluss an das Mittelfeld sind mittlerweile in Sichtweite gekommen. Nun gilt es aber nachzulegen und das erhoffen sich die Platzherren auch vom Heimspiel gegen den SV Hahnbach II, der auf Rang acht postiert ist.

Vor dem ersten Spieltag in der Kreisklasse Süd hatte der TuS Rosenberg II in der A-Klasse ein ganzes Jahr kein Match verloren, bekam aber zum Auftakt gegen den Aufstiegskollegen aus der A-Klasse eins auf die Mütze. Mittlerweile haben sich die Rosenberger ganz gut eingelebt und wollen gegen den Spitzenreiter für eine Überraschung sorgen. Neukirchen ist dennoch Favorit.

Der FC Rieden hat an den letzten Spieltagen fast immer einen bärenstarken Eindruck hinterlassen. Momentan hat die Truppe um Trainer Gebhard Hauer auch einen Lauf und der soll auch im Derby bei der SpVgg Ebermannsdorf nicht beendet werden. Das Duell sieht die Gäste in einer besseren Position.

Frischen Schwung bringt der SV Kauerhof durch den Auswärtssieg beim SV Köfering mit und diese frische Brise soll auch gegen den FC Weiden-Ost II zum Erfolg führen. Die Gäste sind ein wenig durchgesackt und nur knapp über dem Strich gelandet. Die TSG Weiherhammer und die DJK Ammerthal II haben die Erwartungen nur recht bedingt erfüllen können - gerade die DJK hatte sich deutlich mehr von diesem Spieljahr versprochen. Um Kontakt zur ersten Tabellenhälfte aufbauen zu können, bräuchten beide einen Dreier.
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