Ein Brunnen zur Kinderfreude

Künstler Günter Mauermann hat den neuen Brunnen vor dem Eingang der inklusiven Kinderkrippe "Mittendrin" geschaffen. Gestiftet wurde er vom Ehrenvorsitzenden der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach, Pfarrer Heiner Wittmann (links), der auch die Einweihung vornahm. Bild: wpt

Drei Kinder tanzen um einen Baum. Diese Szene soll "ein fröhliches Kinderleben widerspiegeln, denn das ist die größte Freude auf Erden". Das sagt Pfarrer Heiner Wittmann, der einen Brunnen mit genau dieser Darstellung in Bronze gestiftet hat.

Natürlich steht diese neue Wasserskulptur nicht irgendwo. Sie befindet sich vor der inklusiven Kinderkrippe namens "Mittendrin" der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach. Heiner Wittmann ist Ehrenvorsitzender der Kreisvereinigung, hat ein großes Herz für den Nachwuchs, ganz besonders in dieser Einrichtung, und hat deshalb diesen Brunnen vor dem Eingang gespendet.

"Wenn Sie sich das Gebilde genauer betrachten, dann erkennen Sie drei Kinder, die um einen Baum tanzen", erläuterte er jetzt bei der offiziellen Einweihung das interessant und etwas verschlungen gestaltete Werk. Ausgearbeitet hat es der Künstler Günter Mauermann.

"Bei dieser Arbeit habe ich mich an den sogenannten Wimmelbüchern orientiert. Normalerweise bin ich hauptsächlich für Kunst am Bau tätig, da darf man keine Geschichten erzählen. Hier konnte ich das mal machen", erläuterte der Bildhauer. In seiner Skulptur habe er die ganze Natur einfangen und wiedergeben wollen. "Die Löcher zwischendrin symbolisieren die Luft, die auf der Oberseite die Sonne," schilderte er weitere Details seines Objekts. Selbst der bayerische Löwe hat dort in dem "Gewimmel" seinen Platz gefunden.

Die Grundschulklasse von Andrea Burke führte zur Feier des Tages den Sonnengesang des Heiligen Franziskus auf und bewies damit, dass sie das Kunstwerk schon ganz genau studiert hatte. Viele Tiere und die ins Werk integrierten Kinder fanden Erwähnung in einer der vorgetragenen Liedstrophen. Nach dem Segen blickte Heiner Wittmann kurz auf die Vergangenheit und ihre Entwicklung zurück: "Als die Lebenshilfe noch in den Kinderschuhen steckte, da hat der ehemalige Oberbürgermeister Franz Prechtl einmal zu mir gesagt, dass sie wie ein kleines Bäumchen ist, das wir zusammen aufziehen müssen. Heute ist sie ein großer gefestigter Baum, und die verschiedenen Häuser sind ihre Äste. Es ist die Freude meines Alters, dass sie so groß und stark geworden ist."
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