Ein Erbe, das fasziniert
Angemerkt

Strenggenommen ist es Jack Lang zu verdanken, dass gestern Menschen Einblicke in Bereiche bekamen, die ihnen sonst verborgen bleiben. Denn der damalige französische Kulturminister war es, der 1984 die Idee hatte, Denkmäler in seinem Heimatland zu öffnen. Daraus entstanden sind die European Heritage Days, an denen sich Deutschland mit dem Tag des Denkmals beteiligt.

Allein das Interesse am ersten bundesweiten Aktionstag im Jahr 1993 lässt sich mit eindrucksvollen Zahlen belegen: 1200 Kommunen waren mit 3500 Denkmälern vertreten. Gezählt wurden zwei Millionen Besucher. Das hat in all den Jahren nicht nachgelassen. Als der Tag des offenen Denkmals seinen 20. Geburtstag feierte, waren es rund 2700 Städte und Gemeinden mit über 8000 Angeboten. Mehr als 4,5 Millionen Menschen nahmen das eine oder andere Denkmal genauer unter die Lupe.

Die Aktion ist quasi ein Selbstläufer geworden, die Sympathie der Menschen für Geschichte und Tradition ist ungebrochen groß. Im Laufe der Jahre haben viele Besucher Faszinierendes gesehen, sich aber auch mit unbequemen Denkmalen auseinandergesetzt, was 2013 unter dem Motto "Jenseits des Guten und Schönen" angeboten worden war. Wie traditionell das Handwerk noch arbeitet, woher Berufe wie Goldschmied oder Steinmetz ihren Ursprung haben - das wissen jetzt all jene, die gestern mit dabei waren. "Auftrag erfüllt", möchte man nach 22 Jahren Tag des offenen Denkmals sagen. Denn schließlich ging und geht es um unser kulturelles Erbe - es zu schätzen, aber auch zu bewahren. Und deshalb ist dieser Aktionstag auch künftig so wichtig.

kristina.sandig@zeitung.org

Polizeibericht 16-Jähriger fährt mit Mutters Auto

Amberg. (kan) Die Fahrversuche missglückten dem jungen Mann gründlich. Am Sonntag gegen 4.30 Uhr stibitzte ein 16-Jähriger den Autoschlüssel seiner Mutter, ging zu deren Wagen und fuhr los. Bereits beim Ausparken scheiterte der Bursche. Laut Polizei gab er zu viel Gas und rammte einen anderen dort abgestellten Pkw. Gesamtschaden: rund 2000 Euro. Nach einer Stunde plagte den Jugendlichen wohl das schlechte Gewissen, er wandte sich an die Polizei. Ihn erwarten nun mehrere Strafanzeigen. "Wie die Mutter auf die Fahrkünste ihres Sprösslings reagiert hat, ist der Polizei momentan noch nicht bekannt", hieß es im Pressebericht der Amberger Inspektion.
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