Ein lachender Dritter

Benjamin Werner (rechts) stürmte für die zweite Mannschaft des FC Amberg und erzielte gegen die DJK Ensdorf (links Fabian Westiner) das 1:0. Bild: Venzl

Der FC Amberg II und die DJK Ensdorf bleiben in der Bezirksliga Nord weiter ungeschlagen: Im Spitzenspiel gab es im Stadion am Schanzl vor 180 Zuschauern keinen Sieger - der Gewinner des Spieltages kommt aus Schwarzhofen.

Denn durch das 1:1 und der Punkteteilung der beiden in Amberg hat sich Schwarzhofen an die Spitze geschossen - mit einem 6:0 gegen Kemnath.

In 90 stellenweise hektischen Minuten war der FC Amberg II in der zweiten Hälfte das bessere Team und die Gäste in der ersten. "Wir hätten das Spiel zu unserem Gunsten entscheiden können, nutzten aber die Möglichkeiten nicht", sagte nach dem Schlusspfiff Ambergs Trainer Tobias Pinzenöhler, der gegen "eine starke DJK eine unterm Strich gerechte Punkteteilung" sah. Die erwartete Verstärkung aus dem Regionalliga-Kader war dabei: Jan Fischer, Christian Knorr und Benjamin Werner standen in der Anfangsformation der Amberger. Ensdorfs Coach Christof Schwendner vertraute nach dem 1:1 am Mittwoch zu Hause gegen Hahnbach seiner bewährten Startelf. "Wir haben im ersten Durchgang zu wenig investiert", kritisierte Pinzenöhler nach dem Schlusspfiff die Leistung seiner Jungs. Die hatten schon nach sechs Minuten den ersten Aufreger zu überstehen, als ein Zweikampf von Fischer und Dominik Siebert nicht als Foul gewertet wurde, denn sonst hätte Fischer als letzter Mann wohl vom Platz gemusst.

Keine 60 Sekunden später dann die Führung für die Gelb-Schwarzen. Nach einer Ecke von Florian Holfelder stand Werner goldrichtig und köpfte zum 1:0 ein (7.). "Wir haben danach einfach keine Ruhe in unser Spiel gebracht, wobei Ensdorf mit seinem schnellen Umschaltspiel stets brandgefährlich war", analysierte Pinzenöhler. Chancen gab es im ersten Durchgang auf beiden Seiten, wobei keine wirklich so richtig zwingend war. Bis zur 37. Minute, als Fischer im eigenen Strafraum angeschossen wurde, er aber, so der FCA-Coach, "wohl mit dem Arm seine Körperfläche vergrößert" habe.

Den Elfmeter, den man geben kann, aber nicht muss, vollstreckte Sebastian Hummel sicher zum 1:1-Halbzeitstand, wobei Werner quasi mit dem Abpfiff per Kopf nur das Aluminium traf (45.). Ambergs Stürmer hatte dann auch in der zweiten Halbzeit die erste dicke Möglichkeit, als er den Ball nur knapp am Pfosten vorbeispitzelte (46.).

Der FC hatte die besseren Chancen, verwertete die aber nicht und musste sich bei Keeper Max Bleisteiner bedanken, der gegen den alleine vor ihm auftauchenden Siebert reaktionsschnell klärte (63.). Eine sogenannte "Tausendprozentige" vergab der eingewechselte Ibrahim Devrilen (69.) als er aus zwölf Metern das Leder an die Latte hämmerte, ehe Ensdorfs Schlussmann Hauer gegen Werner auf der Linie rettete (82.).
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