Ein Marion-Mack-Zimmer - Bis 20. Dezember Ausstellung
Künstler im Hotel

Nach Marion Mack (Bild) - vor ihr war schon Marcus Trepesch an der Reihe - werden in den nächsten Monaten noch Johann Sturcz und Heini Hohl Räume im Hotel Brunner gestalten. Was den Ruf von Amberg als (Luft-)Kunststadt noch weiter festigen dürfte. Bild: frj
Wenn eine Stadt verdiente Mitbürger würdigen will, benennt sie nach ihnen eine Straße. Diese Ehre ist der Künstlerin Marion Mack bisher noch nicht zuteil geworden. Aber immerhin gibt es jetzt im Hotel Brunner ein "Marion-Mack-Zimmer". Hintergrund ist, dass Hotelleiter Konstantin Schatz Amberger Künstlern den Auftrag erteilt hat, einige Zimmer seines Hauses zu verschönern.

"Room Service 43"

Verbunden wurde die Inbetriebnahme der neu gestalteten Räume mit einer kleinen Vernissage in der Lobby, wo - wie auch im Frühstücksraum - bis Sonntag, 20. Dezember, einige Werke von Marion Mack unter dem Titel "Room Service 43" zu sehen sein werden. Dabei handelt es sich weitgehend um Arbeiten in ihrem ureigenen Metier, der Glasgravur - feinsinnig gestaltete Kleinodien, die sowohl den Anspruch, Kunst zu sein, erfüllen, als auch als rein dekorative Objekte zu verstehen sind.

Völlig anders geartet und dennoch eine Ergänzung zu den Gravuren sind die sogenannten Fotogramme. Damit wird die direkte Belichtung eines Films ohne Kamera bezeichnet. Dabei werden, wie bei Marion Macks Arbeiten, transparente Gegenstände - in ihrem Fall eben Glas - zwischen den Film und eine Lichtquelle platziert. Der "Schatten" wird dann als Fotografie verewigt. Es entstehen Abbilder der Objekte, wie sie durch "normales" Fotografieren nicht erzeugt werden.

Gerade bei den auf diese Weise belichteten durchsichtigen Glaskörpern werden Formen auf Papier gebannt, die dem Betrachter zunächst fremd und seltsam erscheinen, bei Kenntnis des Herstellungsprozesses jedoch dazu ermuntern, dem Rätsel des Ursprungs auf die Spur zu kommen.

Ein weiteres, ebenfalls recht rätselhaftes Objekt ist der "Scholarstone", der in der Lobby seinen Platz gefunden hat. Dieser "Stein" wirkt auf den ersten Blick wie ein Stück unbearbeiten Kristalls. Aber zusammen mit ihrem Künstlerkollegen Max Jacquard aus London hat Mack diesem Exponat ein Innenleben gegeben, das sich erst erschließt, wenn man die glattgeschliffene Fläche in der Oberfläche findet und dann hineinblickt.
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