"Ein richtig heißer Tanz"

Der erste Schritt ist gemacht. Jetzt soll der zweite folgen: Der FC Amberg hat vor dem Rückspiel am Sonntag, 7. Juni (16 Uhr), beim SV Heimstetten eine gute Ausgangsposition. Der Trainer der Oberbayern, Vitomir Moskovic, gibt sich aber kämpferisch: "Das Ergebnis kann man drehen."

Beim 1:0-Hinspielsieg zum Auftakt der Relegation zur Fußball-Regionalliga am Mittwochabend im Stadion am Schanzl war der FC Amberg seit langer Zeit einmal wieder richtig gefordert. Es ging eben nicht gegen ein Bayernligateam wie in den vergangenen Monaten, sondern gegen einen gestandenen Regionalligisten. Der sorgte mit einer robusten Spielweise, ausgeprägtem taktischen Verständnis und hoher technischer Ausbildung vor allem in der Anfangsphase der Partie dafür, dass sich der FC Amberg erst einmal ordentlich sortieren musste.

Höherer Sieg möglich

Vor allem auf den Außenpositionen taten sich zu Beginn immer wieder ungewohnte Lücken in der FC-Defensive auf. Nach einer guten halben Stunde hatte man das aber unter Kontrolle, auch weil die FC-Angreifer weite Wege gingen und so auf den Flügeln die Heimstettener Offensive einschränkten. "Man hat gesehen, dass in der Regionalliga schon ein anderer Fußball gespielt wird. Wir haben gut 20 Minuten gebraucht, um uns an dieses Tempo zu gewöhnen", bilanzierte Ambergs Trainer Timo Rost, der mit dem Auftritt seines Teams zufrieden war, aber dann doch auch die in manchen Situationen fehlenden Zielstrebigkeit bemängelte. Denn zu häufig kam der letzte, entscheidende Ball eben nicht an und verhinderte damit einen höheren Amberger Sieg, der gerade in der Schlussphase der Partie auch möglich gewesen wäre.

Fehlende Genauigkeit bemängelte auch Heimstettens Trainer Vitomir Moskovic, natürlich aus Sicht seines Teams. Über weite Strecken der ersten Hälfte habe man das Spiel beherrscht, Grundlegendes aber vermissen lassen: "Amberg hat uns viele Räume angeboten, aber wir haben die Wege nicht konsequent verfolgt und die Bälle nicht angebracht."

Über die Flügel

Taktisch wird sich bei Heimstetten im Rückspiel deshalb wohl nicht viel ändern. Man wird wohl wieder hoch stehen und das Flügelspiel forcieren, um von dort aus in Richtung FC-Tor zu kommen. "Wenn wir im Abschluss und im taktischen Bereich einiges besser machen, unsere Anspielstationen suchen und finden, ist einiges möglich. Wir haben Luft nach oben, das Ergebnis kann man drehen. Aber es wird schwer."

Auch der FC Amberg wird taktisch aller Voraussicht nach ähnlich auftreten wie am Mittwoch und damit wie in der gesamten Saison: Defensiv kompakt, dann schnell umschalten und daran glauben, "auswärts immer für ein Tor gut zu sein" (Rost). Dazu kommt der Vorteil, im Heimspiel kein Gegentor kassiert zu haben. Erzielt der FC einen Treffer, braucht der SVH drei Tore zum Weiterkommen. Dafür müsste Heimstetten die Abwehr öffnen, was dem konterstarken FC in die Karten spielen würde. Ein frühes Tor wie am Mittwoch wäre also Gold wert. Hält er von Beginn an so dagegen wie im Hinspiel, ist für den FCA einiges drin.

"Haben selten Angst"

Und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten ist nach dem Mittwoch sicher nicht geringer geworden. "Wir haben selten Angst vor irgendwas", so Spieler Kai Hempel. In einem sind sich die Trainer einig: "Das wird ein richtig heißer Tanz". Aber einer, bei dem der FC Amberg mit ein paar Schritten Vorsprung ins Rennen geht.

FC Amberg:Götz (1), Schober (25); Ceesay (15), Gorgiev (5), Hock (2), Karzmarczyk (18), Graml (6), Hempel (14), Knorr (17), Lincke (19), Morin (22), Plänitz (13), Schwarzfischer (21), Wiedmann (10), Dietl (8), Hauck (27), Seifert (16), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11).
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