Ein Spiel für die Geschichte

Der grippekranke Kapitän Andreas Schwaiger lobte die "überragende Moral der Mannschaft", Trainer Gerhard Sattich freute sich über "einen Saisonstart, den man sich mit 6:2 Punkten nicht gelungener hätte wünschen können".

Die Zuschauer hatten beim überraschenden 6:2-Sieg von FEB Amberg gegen den KC Schwabsberg ein denkwürdiges Spiel auf hohem Niveau beklatschen dürfen, das mit den Oberpfälzern einen glücklichen, aber durchaus verdienten Sieger fand.

Dabei lief die Partie zu Beginn durchaus im Sinne der favorisierten Gäste. Matthias Hüttner kam nur ganz schwach ins Spiel gegen Nationalspieler Fabian Seitz. Als dieser in einer Schwächephase dem Amberger sogar eine 2:1-Satzführung anbot, versagten Hüttner die Nerven. Am Ende spielte sich Seitz frei und dominierte mit 3:1 und 601:556 Kegeln. Auf der anderen Seite agierte Jürgen Zeitler gegen Ronald Endraß zwar druckvoll und konnte das Duell auch mit 3:1 (617:586) für sich entscheiden, dennoch stand ein Kegelrückstand für FEB zu Buche.

Dieser wuchs in der Mittelpaarung schnell an. Zwar agierten Wolfgang Häckl und Rainer Sattich solide, doch Timo Hehl und Matthias Dirnberger spielten die beiden Amberger dennoch schier an die Wand und nach Halbzeit gaben nicht mehr viele etwas auf einen Amberger Erfolg. Doch allmählich erholten sich die Hausherren. Häckl hatte zwar keine Chance auf den Punktgewinn, aber er hielt mit 605:638 den Schaden in Grenzen. Sattich machte sich in der zweiten Hälfte auf eine zunächst aussichtslos wirkende Aufholjagd, die mit dem letzten Wurf auf 617:614 gelang. Trotz des 2:2-Zwischenstandes lastete ein dicker 48-Kegel-Rückstand auf den Ambergern.

Doch Daniel Beier und Bernd Klein brannten über weite Strecken ein Feuerwerk ab. Schnell war die Gästeführung aufgebraucht und einmal in Front ließen die beiden Amberger nicht mehr locker. Bernd Klein diktierte gegen Sven Frenzel mit 3:1 (617:579) klar das Geschehen und Daniel Beier untermauerte erneut seine derzeitig überragende Form. Mit neuer persönlicher Bestleistung von 636 Kegeln ließ er dem erfahrenen Reiner Buschow (603) trotz dessen guter Leistung keine Chance und entschied den Krimi für FEB Amberg.

Der Jubel bei den Hausherren war groß, hat man doch mit 3644 Kegeln eines der besten Spiele der Vereinsgeschichte geliefert und nun schon sechs Zähler auf der Habenseite und ebenso viele Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge, ehe jetzt die ganz dicken Brocken kommen.
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