Ein Trio gleichauf an der Spitze

Der SSV Paulsdorf (blaue Trikots) verteidigte durch ein 1:1-Unentschieden gegen den SC Germania Amberg Platz eins in der Kreisliga Süd. Die Germanen rutschten von Rang drei auf vier. Bild: brü

Aufatmen in Edelsfeld: Im vierten Versuch gelingt der erste Saisonsieg in der Kreisliga Süd. Auf den warten der SV Loderhof und der TuS Rosenberg weiterhin. Keinen Dreier gab es auch im Topspiel.

(frü) Im Duell Erster gegen Dritter trennten sich der SSV Paulsdorf und der SC Germania Amberg am vierten Spieltag der Kreisliga Süd am Mittwochabend 1:1 unentschieden. Paulsdorf bleibt Tabellenführer, punktgleich folgen jetzt auf den Plätzen zwei und drei der SV Inter Bergsteig, der in Schmidmühlen mit 4:0 gewann, und der TuS/WE Hirschau (4:1 gegen Traßlberg).

TuS Kastl       0:0       SV Raigering
SR: Michele-Angelo Strebel -Zuschauer:80 -Gelb-Rot:(71.) Rainer Steuerl (Kastl).

(hon) Es warf von Beginn an eine temporeiche und kämpferische Partie, mit dem besseren Start für die Gäste. Doch die TuS-Defensive stand sicher. Nach einer Viertelstunde wurden die Kastler besser und spielten nach vorne. Die Partie wurde immer wieder durch Fouls unterbrochen, ein richtiger Spielfluss kam nicht zustande. Nach der Pause erhöhte Raigering das Tempo und versuchte es mit langen Bällen. Diese Druckperiode überstanden die Hausherren schadlos, kamen ab der 60. Minute wieder besser in die Partie und hatten durch Hendrik Blomeier zwei gute Möglichkeiten, die aber der gute SVR-Schlussmann Schoberth vereitelte. Danach verflachte die Partie. Als in der 71. Minute der Kastler Steuerl nach einem harmlosen Foul die Gelb-Rote Karte sah, witterten die "Panduren" ihre Chance, die Aktionen waren aber zu überhastet und zu ungenau. Der TuS Kastl verlegte sich auf Konter. In der 80. Minute hatte Hendrik Blomeier nach einem schönen Spielzug die größte Chance, verzog aber knapp. In der Schlussphase schwanden der Heimelf die Kräfte, dennoch hätte wieder Blomeier den Siegtreffer erzielen können, verfehlte aber erneut knapp.

TuS/WE Hirschau       4:1 (2:1)       SVL Traßlberg
Tore: 0:1 (9./Elfmeter) Michael Behrend, 1:1 (21.) Benedikt Sehr, 2:1 (25.) Philipp Falk, 3:1 (75.) Lukas Schärtl, 4:1 (84.) Uli Birner - SR: Tobias Bauer (SpVgg Ebermannsdorf) - Zuschauer:160.

(rus) Eine gelungene Kreisliga-Premiere sahen die Zuschauer auf der Löschenhöhe in Ehenfeld. Die blickten etwas ratlos in die Runde, als der Schiedsrichter in der 9. Minute auf den Elfmeterpunkt zeigte und Michael Behrend sicher zur Gästeführung verwandelte. Die Kaoliner ließen sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Nachdem Lukas Schärtl nach einer Viertelstunde noch knapp verzog und auch ein Schuss von Philipp Falk auf der Linie geklärt wurde, gelang Benedikt Sehr mit dem anschließenden Eckball der Ausgleich im dritten Versuch. Nur vier Minuten später nahm sich Philipp Falk ein Herz und jagte den Ball unhaltbar für Torwart Moser ins SVL-Tordreieck zur Hirschauer Führung. Nach dem Wechsel übernahmen die Gäste das Kommando, hatten allerdings keine klare Chancen. Die Heimelf war mit Kontern gefährlich, die jedoch etwas zu unpräzise vorgetragen oder abgeschlossen wurden. Einen dieser Gegenstöße aber versenkte Lukas Schärtl zum vorentscheidenden 3:1 nach schöner Vorarbeit von Matthias Brinster. Der Schlusspunkt blieb schließlich dem eingewechselten Uli Birner vorbehalten, der nach einem Lattentreffer von Johannes Pfab mit etwas Glück zum 4:1 abstaubte.

SSV Paulsdorf       1:1 (1:1)       Germania Amberg
Tore: 1:0 (1.) Tobias Scherm, 1:1 (16.) Dominik Peter - SR: Moritz Fischer (SpVgg Ebermannsdorf) - Zuschauer: 120 - Rot: (69.) Fabian Vitzthum (Germania) wegen Schiedsrichterbeleidigung.

(ac) Das 1:1-Unentschieden schmeichelte den Gästen, während der SSV Paulsdorf den verpassten Chancen nachtrauerte. Bereits in der 1. Minute gingen die Platzherren in Führung: Christian Schreier spielte Tobias Scherm frei, der alleine gelassen zum 1:0 vollstreckte. Danach hatten die Gäste ihre beste Phase und drängten vehement auf den Ausgleich. Der gelang nach 16 Minuten, als die SSV-Abwehr etwas unsortiert war und Dominik Peter einschoss. Innerhalb von fünf Minuten hätte Christian Schreier seine Elf entscheidend in Front bringen müssen. Beide Male verzog er freistehend. Kurz vor der Pause musste sich SSV-Torhüter Tom Heldmann gewaltig strecken, um einen Fernschuss zu entschärfen. Nach der Pause wollte es der SSV wissen und schnürte die Germanen in deren Hälfte ein. Nach einer Klasseaktion von Tobias Scherm war es Torhüter Michael Götz, der den Rückstand verhinderte (62.). Nach einer Roten Karte für den Germanen Fabian Vitzthum wegen Schiedsrichterbeleidigung (69.) war der SSV nicht in der Lage, die Gäste zu gefährden. Lediglich ein raffinierter Freistoß von Mujku brachte nochmal Gefahr, aber Götz reagiert erneut stark (84.). Die Gäste konnten sich in dieser Phase mit cleverer Spielweise befreien.

FC Edelsfeld       3:1 (0:1)       SV Loderhof
Tore: 0:1 (37.) Daniel Zauner, 1:1 (75.) Patrick Dehling, 2:1 (77.) Bastian Kölbel, 3:1 (87.) Alexander Heldrich - SR: Martin Pröhl - Zuschauer: 220.

(bkn) Bis kurz vor Spielende hing der sehnlichst erwartete FCE-Sieg am seidenen Faden. Keine Mannschaft wollte in der Anfangsphase dem Gegner ins offene Messer laufen und so blieb bis Mitte der ersten Hälfte vieles Stückwerk. Danach nahm Edelsfeld zunehmend das Heft in die Hand, doch die Chancen wurden zum Teil stümperhaft vergeben. Mitten in dieser Drangphase wurde der FCE kalt erwischt, als Zauner mit einem Sonntagsschuss die erste Gästechance zur Führung nutzte. Auch nach der Pause blieb das Heimteam am Drücker, doch die Herzogstädter versuchten mit Mann und Maus ihren Vorsprung zu verteidigen. Edelsfeld fand lange kein Rezept gegen die vielbeinige Abwehr des Gegners. Erst in der 75. Minute brach Patrick Dehling den Bann, als er einen bereits abgewehrten Ball im Nachschuss verwertete. Als keine zwei Minuten später Bastian Kölbel den Gästetorhüter mit einer Bogenlampe überwand, schien alles auf ein glückliches Ende hinzudeuten. Nun stemmten sich aber die Gäste gegen die drohende Niederlage und zeigten sich wieder verstärkt in der Offensive. Die Nervosität auf beiden Seiten war förmlich zu spüren und erst Alexander Heldrich behielt nach einem Konter kurz vor Spielende die Nerven und machte mit dem 3:1 den Sack zu.

TSV Königstein       1:1 (0:0)       DJK Utzenhofen
Tore: 0:1 (56.) Patrick Ortner, 1:1 (90.+3) Christian Ringler - SR: Dieter Brückner (TSV Velden) - Zuschauer: 120 - Besonderes Vorkommnis: (85.) DJK-Torwart Markus Ludwig hält Foulelfmeter von Thomas Scheidler.

(jsb) Von Beginn an entwickelte sich eine flotte Begegnung, in der beide Mannschaften offensiv agierten. In der 5. Minute setzte Scheidler einen Kopfball knapp neben den Pfosten. Nur drei Minuten später zielte er aus acht Metern haarscharf neben das Tor. Die Gäste konnten sich nur selten gegen die gut gestaffelte TSV-Abwehr in Szene setzen. Patrick Ortner setzte einen Volleyschuss aus sieben Meter freistehend neben das Tor, einen schnell ausgeführten Freistoß parierte Torhüter Hölzl glänzend. Ende der ersten Hälfte versäumten es Bernd Holzwarth und Thomas Scheidler, den TSV in Führung zu bringen. Erneut Scheidler setzte einen 17-Meter-Schuss knapp über das Tor. Die Gäste nutzten eine krassen Abwehrfehler konsequent aus und erzielten durch Patrick Ortner die überraschende Führung. In der Folgezeit konnte sich der TSV keine zwingende Chancen erspielen und die Gäste nutzten ihre Konter nicht aus. In der Schlussphase wurde es dann hektisch: Nach einem Foul an Thomas Pirner scheiterte Scheidler per Strafstoß am gut reagierenden Torhüter Ludwig. In der Nachspielzeit erzielte dann Spielertrainer Ringler mit einem Freistoßhammer den verdienten Ausgleich.

SV Schmidmühlen       0:4 (0:1)       Inter Bergsteig
Tore: 0:1/0:2 (36./62.) Waldemar Waschkau, 0:3 (81.) Jiri Scheinherr, 0:4 (88.) Waldemar Waschkau - SR: Felix Hahn (Kümmersbruck) - Zuschauer: 80 - Rot: (81.) David Kubik (Inter Bergsteig) wegen Tätlichkeit.

(hfz) Schmidmühlen hatte die erste Chance des Spiels durch Davon Fluker, forderte wenig später vergeblich einen Handelfmeter, ehe den Gastgebern immer wieder leichte Fehler unterliefen, die von den Ambergern ausgenutzt wurden. In der 36. Minute köpfte Waldemar Waschkau eine Flanke am Fünfmeterraum stehend zum 0:1 ein, die anderen drei Treffer, zweimal durch Waschkau, einmal durch Jiri Scheinherr, fielen nach Kontern gegen eine oftmals unsortierte SVS-Abwehr. Den Gastgebern fehlte Biss, teilweise die Ordnung, um gegen die erfahrenen Gäste zu bestehen. Kurz vor Schluss sah der Amberger David Kubik Rot, als er nach einem Foul gegen sich seinen Gegenspieler umschubste.

DJK Ursensollen       5:3 (3:0)       TuS Rosenberg
Tore: 1:0 (16.) Jiri Abel, 2:0 (21.) Tobias Eichermüller, 3:0 (32.) Vitali Stang, 4:0 (61.) Tobias Eichermüller, 5:0 (67.) Sebastian Eichermüller, 5:1 (75.) Mario Rudert, 5:2 (89.) Rene Kutschenreiter, 5:3 (90.) Marco Utz - SR: Johann Bauer - Zuschauer: 90 - Gelb-Rot:(76.) Andreas Kotzbauer (DJK), wiederholtes Foulspiel.

(mdl) Die Heimelf legte los wie die Feuerwehr und schnürte die Gäste in deren Hälfte ein. Bereits nach fünf Minuten hatte Eichermüller die Führung auf dem Fuß, der Gästetorhüter konnte nach einem kapitalen Fehler seiner Vorderleute aber gerade noch klären. Auch in der Folgezeit dominierte Ursensollen nach Belieben. Abel war es, der den Torreigen eröffnete. Kurz danach setzte sich Tobias Eichermüller an der Strafraumgrenze durch und hämmerte den Ball zum 2:0 in die Maschen. Rosenberg war völlig von der Rolle und musste kurz danach den nächsten Treffer durch Stang hinnehmen. Erst kurz vor dem Pausenpfiff dann die ersten Lebenszeichen der Gäste. Wuttig und Rudert hatten den sicheren Anschluss auf dem Fuß, scheiterten aber an den Paraden von Jakusevic. Auch nach dem Seitenwechsel bekam Rosenberg den DJK-Sturm nicht in den Griff. Fast alle Angriffe liefen über die rechte Seite und die Eichermüller-Brüder schraubten das Ergebnis auf 5:0. Danach beschränkte sich die Heimelf auf die Spielverwaltung und nahm das Tempo etwas raus. Prompt kamen die Gäste nach einem Alleingang von Rudert zum Anschlusstreffer. Turbulent wurde es nochmal kurz vor Schluss, als zunächst Kutschenreiter den zu weit aufgerückten DJK-Torhüter aus 35 Metern überwand. Rosenberg witterte nochmal seine Chance und bestrafte die nun plötzlich überforderte Abwehr der Heimelf durch das 3:5 von Utz.
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