"Ein wenig auf dem Zahnfleisch"

Dem Trainer des ASV Haselmühl, Oliver Eckl (Zweiter von links), standen angesichts der zurückhaltenden Spielweise seiner Mannschaft und dem 2:2 gegen den TSV Königstein oftmals die Haare zu Berge. Jetzt kann der ASV es besser machen und beim 1. FC Rieden im Duell der Vilstal-Rivalen punkten. Bild: Ziegler

Das Schlusslicht der Kreisklasse Süd heißt DJK/FC III Amberg. Nicht ohne Grund, denn bisher gelang nur ein Sieg - gegen den 1. FC Schlicht. Jetzt kommt es zum Rückspiel, und nach dem ersten Auftritt der Amberger mit einer sehr knappen Niederlage scheint die Partie in Schlicht offen.

Die Fußballer der Kreisklasse Süd befinden sich im letzten Drittel der Saison und damit biegen sie langsam in die Zielgerade ein: Fünf Punkte Vorsprung hat der ASV Haselmühl vor dem Verfolgerduo DJK Ammerthal II und TSV Königstein, die wiederum die SpVgg Ebermannsdorf und den FC Rieden im Nacken haben.

Panduren unter Druck

Im Keller der Liga wird die DJK/FC III Amberg in der neuen Saison auf neue Gegner treffen: Der FC Schlicht und der SV Raigering II wehren sich gegen den zweiten direkten Abstiegsplatz und wollen vielleicht auch noch die Abstiegsrelegation verlassen - und davor zittern noch einige Teams aus der Liga. Im einzigen Samstagsmatch erwartet der SV Raigering II die DJK Ammerthal II und schon alleine die Platzierungen lassen vermuten, dass hier wichtige Punkte in Sachen Auf- und Abstieg auf dem Spiel stehen, wobei die Gäste im Pandurenpark auf dem Favoritenschild stehen. Die Hausherren fürchten ihrerseits, dass sich ihre Situation ganz schön verschlechtern wird, wenn sie nicht zu Punkteehren kommen, zumal Kontrahent FC Schlicht ein Dreier gegen die DJK zugetraut werden kann.

Duell im Vilstal

Die Wochen der Wahrheit schlagen für den Spitzenreiter ASV Haselmühl, denn die Vilstaler haben es in den nächsten Spieltagen nur mit Mannschaften zu tun, für die es noch um ganz wichtige Punkte gehen wird: Der SV Raigering II, die SF Ursulapoppenricht und die SpVgg Ebermannsdorf stehen da auf der Liste. Aber den Anfang macht der 1. FC Rieden, und für den steht besonders viel auf dem Spiel, denn bei einer Heimniederlage wären sie weg vom Fenster - und das will die junge Truppe nach einer sehr soliden Saison natürlich verhindern.

Mitmischen will auch weiterhin der TSV Königstein, und dazu würde ein Heimerfolg der Ringler-Truppe über den SV Hahnbach II gehören, der aber erst einmal in trockene Tücher gebracht werden muss. Die Gäste sind auf Platz neun, haben eine knapp positive Bilanz und brauchen für den Ligaerhalt noch den einen oder anderen Zähler, und das macht die Reserve des Bezirkligisten zu einem unangenehmen Gegner. Den Reigen der Spitzenmannschaften beschließt die SpVgg Ebermannsdorf, die mit dem SV Köfering einen Kontrahenten erwartet, der ebenso wie Hahnbach II noch die eine oder andere Schippe drauflegen muss, um den Ligaerhalt sicher einzutüten.

Diese Schippe ist aber nicht leicht zu kriegen, denn der SV Köfering, so Coach Christian Boes, "kommt personell derzeit ein wenig auf dem Zahnfleisch daher". Im Nachholspiel gegen die SFU fehlten gleich sieben Stammspieler (siehe Bericht rechts), dennoch gewann Köfering gegen Ursulapoppenricht mit 2:1. Diesmal wird ein "Grand ohne Fünf gespielt", denn neben zwei gesperrten Akteuren sind Max Hirsch, Daniel Boes und Erras verletzt.

Nicht jammern

"Aber wir wollen nicht jammern und waren uns schon vor Saisonbeginn bewusst, dass uns der personelle Umbruch ganz schön fordern wird", erklärt Boes weiter. Für das Ziel Klassenerhalt wäre natürlich ein Punkt aus dem Nachbarderby eine tolle Sache, aber der Außenseiter weiß um seine Rolle.

Mit 25 Punkten (SV Illschwang/Schwend) und 24 (SV Etzelwang) haben die beiden Vereine einen soliden Grundstock zum Ligaerhalt gelegt. Ein weiterer Dreier, und es sollte wirklich nichts mehr anbrennen, und man darf gespannt sein, wer am Sonntag jubeln darf.

Größere Sorgen haben noch die Sportfreunde aus Ursulapoppenricht, die den SV Kauerhof erwarten. Denn die Gäste können unbelastet aufspielen und das macht die Heimaufgaben für die Binner-Mannen nicht einfacher - vor allem nach der Niederlage am Freitag in Köfering.

Revanche ist angesagt

Schließlich erwartet der FC Schlicht die DJK/FC III Amberg, die die rote Laterne in Händen hält. Für die Jungs vom Rennweg zählt nur ein Heimsieg, auch um den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen geringer werden zu lassen. Außerdem hat Amberg in dieser unglücklichen Saison erst drei Punkte einfahren können - durch den 2:1-Erfolg über den FC Schlicht im Hinspiel, und auch deswegen sinnt die Heimelf natürlich auf Revanche.
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