Eine Rechnung offen

Nur fünf Tage nach der bitteren Niederlage beim EV Dingolfing hat der ERSC Amberg die Gelegenheit zur schnellen Revanche. Doch ausgerechnet vor dem Duell mit dem besten Sturm der Eishockey-Landesliga gehen Löwen-Trainer Stefan Ponitz die Verteidiger aus.

Die Zuschauer im Amberger Eisstadion können heute (20 Uhr) einiges erwarten: In den Partien des ERSC (zweitbester Angriff der Liga mit 122 Toren) fielen bisher 196 Treffer, bei Spielen der Dingolfinger sogar 213 (132:81) - da ist ein Torfestival schon fast vorprogrammiert. Was für die Fans ein Spektakel ist, bedeutet für die Trainer oftmals ein Wechselbad der Gefühle, denn es "klingelt" ja selten nur auf der Gegenseite.

Wiedersehen mit Ex-Trainer

Auch am vergangenen Sonntag ging es munter hin und her - mit dem besseren Ende für die Isar Rats von Trainer Michael Dippold, der nun an alter Wirkungsstätte kaum mit Geschenken auf dem Eis zu rechnen hat. Dessen Gegenüber, Stefan Ponitz, muss wohl keine Motivationsarbeit betreiben, wird aber seiner Mannschaft nochmals eindringlich die Fehler vor Augen führen, die in Dingolfing die 4:7-Niederlage begünstigt haben, nachdem Amberg ja zwischenzeitlich schon einen 1:4-Rückstand egalisiert hatte. Der ERSC-Trainer muss sich für das heutige Spiel vor allem in der Defensive etwas einfallen lassen müssen, denn mit Kress, Trometer (beide verletzt), Gäck (private Gründe) und Niklas Stolz (Spieldauerstrafe) fehlen vier Verteidiger, und auch der Einsatz von Simon Bogner - er musste schon in Dingolfing aussetzen - ist gefährdet.

Da muss der Tabellendritte jedenfalls konzentrierter zu Werke gehen, als im Anfangs- und Schlussdrittel am vergangenen Sonntag. Sein Debüt vor heimischem Publikum gibt der 21-jährige ERSC-Stürmer Kevin Altmann, der in den beiden Auswärtsspielen am vergangenen Wochenende gute Ansätze zeigte und auch ein Tor erzielte. Mehr hätte man nach nur einem Training auch nicht wirklich fordern können.

Der Erfolg im Hinspiel war Balsam für die geschundene Dingolfinger Seele. Die Isar Rats waren als der große Favorit in die Saison gestartet, aber die angestrebten Aufstiegs-Playoffs können sie mit bereits zehn Niederlagen schon jetzt ad acta legen. Nichtsdestotrotz ist der Kader für diese Liga immer noch hochkarätig - und wenn man die Maschinerie einmal ins Laufen kommen lässt, ist nur schwer dagegenzuhalten. Da empfiehlt es sich, den Gegner mit gleichen Mitteln zu bekämpfen, was da heißt, konsequentes Forechecking zu betreiben und den direkten Weg zum Tor zu suchen.

Prosecco für die Frauen

Die Partie heute Abend steht unter dem Motto "Ladies Night". Für die Frauen gibt es in den Drittelpausen am Getränkestand Prosecco frei - solange der Vorrat reicht.
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