Eine schlagkräftige Truppe

Die Amberger Boxer und ihre gefürchteten Fäuste: (von links) Alexander Semenov, Cheftrainer Ruslan Schönfeld, Felix Koberstein, Trainer Valerij Fischer, Artur Krievins, Andrej Merzliakov und Arian Ehsani.

Wenn die Amberger kommen, bleiben einige ihrer Gegner lieber zu Hause. Andrej Merzliakov und Alexander Semenov werden kampflos nordbayerischer Meister, drei andere BC-Boxer dürfen dann doch in den Ring.

Fünf Athleten des Boxclubs Amberg waren am Samstag beim internationalen Nachwuchsturnier in Marktredwitz am Start - und alle fünf kehrten als Sieger zurück. Allerdings verzichtete der Gegner des amtierenden deutschen Meisters Andrej Merzliakov auf einen Kampf und trat nicht an. Alexander Semenovs Kontrahent reiste noch nicht einmal an. Und das, obwohl beide Kämpfe als Finale der nordbayerischen Meisterschaft zählten. Folglich wurden die beiden Amberger kampflos zu Siegern gekürt.

Ran an den Mann durfte Artur Krievins (13 Jahre). Der 13-Jährige bekam den Österreicher Baset Nuri (BC Wels) vor die Fäuste und besiegte den zwei Jahre älteren und drei Kilo schwereren Kontrahenten dank souveräner Kampfführung. Der Amberger boxte Baset drei Runden lang klassisch aus. Eindeutiges Urteil der Punktrichter: 3:0 für Krievins.

Arian Ehsani (Jahrgang 98) musste gegen den einen Tag älteren Yusuf Sultanoglu vom SV 1880 München schon etwas mehr investieren. Ehsanis blendende Ausdauer verhalf aber auch hier zu einem klaren 3:0-Punktsieg. Den berauschendsten Kampf lieferte diesmal allerdings Felix Koberstein. Auch er sah sich einem drei Kilo schwereren und einen Kopf größeren Kontrahenten gegenüber. Gejmajli Artan vom FC Kickers Würzburg stand da wie ein Kleiderschrank, und kaum einer hätte geglaubt, dass Koberstein bei der geringen Anzahl seiner Kämpfe auch nur die volle Distanz hätte gegen ihn bestehen können.

Dass am Schluss die Halle begeistert tobte, lag an Kobersteins beherztem Auftreten. Furchtlos startete der Amberger das Unterfangen. Sein Gegner konterte aggressiv. Allerdings landeten diese Attacken nur in der Deckung. Mehr und mehr setzte Koberstein seinen Gegner unter Druck, platzierte mehrere gezielte Körpertreffer und als krönenden Abschluss einen finalen Kopfhaken.

Gejmajli ging zu Boden und konnte den Kampf nicht fortsetzen. K.-o.-Sieg in der ersten Runde. Selbst die Punktrichter waren fasziniert von dieser außergewöhnlichen Leistung.
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