Eine von Treue geprägte Truppe

Die Geehrten der Feuerwehr Ammersricht und die Gratulanten (von links): Erich Hofmann, Stadtbrandrat Bernhard Strobl, Hans Erb, stellvertretender Vorsitzender Reinhard Birner, Georg Koch, Vorsitzender Wolfgang Nagler, Bürgermeister Martin Preuß, Kommandant Christian Schafbauer, Andreas Niebler, Wolfgang Weigl und stellvertretender Kommandant Christian Karl. Bild: tne

Bei Vereinsversammlungen verstorbener Mitglieder zu gedenken, ist vornehmste Pflicht. Bei ihrem Kameradschaftsabend erhob sich die Ammersrichter Feuerwehr jedoch aus einem ganz anderen Grund.

"Das ist eine tolle Geste von euch, nicht einfach zur Tagesordnung überzugehen", zollte Bürgermeister Martin Preuß, den Wehrleuten Respekt, als die Mitglieder eine Schweigeminute für die Opfer des jüngsten Terroranschlags in Paris eingelegt hatten. Anders als Hauptversammlungen, die Formalitäten in den Vordergrund rücken, stehen Kameradschaftsabende im Zeichen der Leistungen der Aktiven sowie des Engagements im Verein.

Vorsitzender Wolfgang Nagler schickte deshalb seinen Dank an alle, die sich eingebracht haben, voraus, indem er ein reibungsloses Verhältnis zwischen den Aktiven und der Vereinsebene konstatierte. Anschließend gab er einen kurzen Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate, die zwar nicht ganz so arbeitsintensiv, wie die Jahre zuvor, aber dennoch von regen Aktivitäten geprägt gewesen seien. Dazu hätten natürlich das Garten- oder Weinfest gezählt, aber auch die Feier des 40-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr. Kommandant Christian Schafbauer freute sich über die Einsatzkraft seiner Mannschaft und zeigte sich stolz auf die geleistete Arbeit: "Wir sind hervorragend aufgestellt, müssen uns nicht verstecken und in ganz Amberg weiß man, dass man sich auf uns immer verlassen kann."

Im Moment verfüge die Ammersrichter Wehr, so Schafbauer weiter, über 61 Aktive, die zum Teil auch "durch Quereinsteiger" erfreulicherweise hätten aufgestockt werden können. Auch im Nachwuchsbereich, stünden die Aktiven seit Jahren sehr gut. Aktuell habe sogar die Jugendfeuerwehr auf 32 Mitglieder gesteigert werden können. Darüber hinaus seien 2015 wieder einige Abzeichen, wie der Wissenstest und die bayerische Jugendspange abgelegt worden. Diese überreichte Schafbauer abschließend den erfolgreichen Absolventen (siehe Kasten).

60 Jahre im Verein

Danach wurden verdiente Mitglieder für ihre jahrzehntelange Treue zum Verein ausgezeichnet. So wurde dem Ehrenmitglied Erich Hofmann für dessen inzwischen 60-jährige Zugehörigkeit gedankt. Auf nicht minder beeindruckende 50 Jahre kommt Hans Erb. Georg Koch wurde für seine schon 40 Jahre andauernde Mitgliedschaft geehrt. Er bedankte sich anlässlich dieser Auszeichnung nochmals für den Einsatz der Ammersrichter Wehr, als im Januar 2012 in seiner Garage ein Feuer ausgebrochen war. Im Namen des bayerischen Innenministers überreichte Bürgermeister Martin Preuß, dem ehemaligen Kommandanten sowie Vereinsvorsitzenden Wolfgang Weigl und Andreas Niebler das goldenen Ehrenzeichen des bayerischen Feuerwehrverbandes. Beide haben 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geleistet. Verbunden war diese Ehrung mit einem Gutschein für das Feuerwehr-Erholungshotel in Titisee-Neustadt im Schwarzwald.

Beeindruckende Zahl

Bürgermeister Martin Preuß verband sein Grußwort mit Glückwünschen an alle Geehrten und Ausgezeichneten dieses Kameradschaftsabends und hatte zusammengezählt, dass so 230 Jahre an Treue zur Ammersrichter Feuerwehr zusammengekommen seien. Das sei besonders beeindruckend, weil es auch verdeutliche, dass dieses ehrenamtliche Engagement auf einem soliden Fundament stehe. "Ich möchte euch allen, im Namen der gesamten Amberger Bürgerschaft für euren unermüdlichen Dienst danken", erklärte der Bürgermeister und überreichte als ein Zeichen der Anerkennung dieser Leistung eine Spende.

Stadtbrandrat Bernhard Strobl gab einen kurzen Ausblick und kündigte an, dass der seit Jahren angekündigte Digitalfunk, für den aktuell die Einsatzfahrzeuge umgerüstet würden, Anfang 2016 in Betrieb gehen solle. Deshalb sei wichtig, so Strobl, dass jeder Feuerwehrdienstleistende sich eingehend mit der neuen Technik vertraut mache. Abschließend stellte der Stadtbrandrat der Ammersrichter Feuerwehr in Aussicht, bis Ende 2016 einen Ersatz für das inzwischen über 30 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug in Dienst stellen zu können.
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