Einen Streit auszutragen, ist relativ leicht. Ihn zu schlichten, dagegen nicht. Die Ammersrichter Schüler wissen aber ganz genau, wie ein Konflikt gelöst werden kann.
Freiwillige Streitschlichter

Die bisherigen (obere Reihe) und die neuen Streitschlichter mit ihren Mentoren, Konrektorin Gabriele Krettner (oben links) und Schulsozialarbeiter Helmut Richter (rechts): oben (von links) Matthias Walz, Fabien Muckenschnabel und Lisa Hannusch, unten (von links) Dominik Kiefl, Uli Hannusch und Daniel Jankowski. Bild: hfz
Streitschlichter waren im Stadtteil im vergangenen Schuljahr noch neu. Jetzt aber gibt es Erfahrungswerte und weitere Kinder, die sich für ein friedliches Zusammenleben einsetzen möchten. In dem Team übernehmen nun sechs statt bisher drei eigens ausgebildete Schüler diesen freiwilligen Dienst.

Kinder, die Konflikte mit Klassenkameraden oder auf dem Pausenhof haben, können sich an die Streitschlichter wenden. Diese helfen ihnen dabei, eine sinnvolle und für beide Seiten hilfreiche Lösung zu finden. Im Vorfeld waren geeignete Schüler über Monate hinweg intensiv ausgebildet worden - und zwar überwiegend in ihrer Freizeit, heißt es in einer Mitteilung der Schule.

Unter der Federführung von Konrektorin Gabriele Krettner und Schulsozialarbeiter Helmut Richter lagen die Schwerpunkte in der Gesprächsführung, der Konfliktanalyse und einem Gruppenleitungs- sowie Managementtraining. Die bestandene Abschlussprüfung bedeutete schließlich das erfolgreiche Ende des Kurses.

Die Streitschlichter setzen darauf, dass es besser ist, wenn die Betroffenen den Konflikt selbst entschärfen. Nicht so gut sei es, die Lösung durch autoritäres Verhalten herbeizuführen. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Die Helfer aus den eigenen Reihen werden nach Angaben der Schulleitung nicht täglich gebraucht.
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