Einzelhandels-Mix, Tiefgarage und Wohnungen im ehemaligen Kaufhaus möglich
Erste Ideen für ein neues Forum

So könnte das Forum innen neu gestaltet werden. Diesen Plan mit ersten Ideen zeigte OB Michael Cerny bei der Bürgerversammlung. Im Erd- und ersten Obergeschoss sind Läden denkbar, im zweiten Stock Büros, zum Beispiel fürs Bauamt, und ganz oben Wohnungen. Im Keller hätte sogar eine kleine Tiefgarage Platz. Repro: hfz

Ein großes Forum fürs Forum gab es am Mittwochabend bei der Bürgerversammlung. OB Michael Cerny bestätigte einen Bericht unserer Redaktion, dass sich mit der Entwicklung des alten Kaufhauses an der Bahnhofstraße endlich etwas tut - nach über acht Jahren Leerstand, der weite Teile der Oststadt lähmt.

Der Oberbürgermeister griff sogar die Formulierung der Amberger Zeitung auf, dass es sich um einen "Lichtstrahl" am Horizont handelt nach so langer Dunkelheit um dieses Thema. Nach seiner Auskunft hat sich der Gebäudeeigentümer, die RMI Immobilien GmbH aus Pfarrkirchen, nun zur Zusammenarbeit mit der Stadt entschlossen.

RMI kooperationsbereit

Das ist das Ergebnis erster Gespräche, die Michael Cerny selbst federführend mit der Firma im Sommer neu aufgenommen hat. In diesem Monat erhielt er eine schriftliche Bestätigung der Gesellschafter, dass RMI zu einer gemeinsamen Neuentwicklung der Immobilie mit der Stadt unter der Regie der Amberger Gewerbebau bereit ist.

Die Sektkorken wollte Michael Cerny darüber noch nicht knallen lassen, weil natürlich weitere konkrete Verhandlungen und bald ein entsprechender Kooperationsvertrag nötig sind. Dafür aber sieht der OB gute Chancen, wie er bei der Bürgerversammlung im Pfarrsaal von St. Georg betonte. Und nicht nur das: Er präsentierte auch erste Gedanken, wie sich das Forum nach Ansicht der Stadt neu beleben lässt.

Handel, Amt und Wohnen

Nachdem es nach seinen Worten ein alteingesessener Handelsstandort mit Bekanntheitsgrad im ganzen Landkreis ist, würde wohl ein Konzept mit einem bunten Einzelhandelsmix im Erd- und ersten Obergeschoss gut funktionieren. Von der Vorstellung, zu einem Vollsortiment-Kaufhaus über vier Ebenen mit Restaurant obendrauf zurückzukehren, müsse man sich allerdings verabschieden. Dafür ist nach Cernys und Experten-Ansicht die Zeit in der Epoche stark wachsender Internetkauf-Konkurrenz vorbei.

Schon im zweiten Stock brauche es wohl eine völlig andere Alternative. Hier denkt die Stadt gar über den Einzug ihres Baureferats nach, um im Dach- und dritten Geschoss zu einer weiteren Nutzungsvariante zu kommen: Wohnungen, vielleicht auch der exklusiveren Art, die in dieser zentralen Innenstadtlage bestens zu verkaufen seien.

Im Untergeschoss ließe sich wohl sogar eine kleinere Tiefgarage unterbringen, während der hübsche Innenhof beispielsweise mit einer gläsernen Überdachung erhalten und neu genutzt werden könnte, skizzierte der OB weitere Überlegungen. Er sprach sich wegen der Zuwegung von hier zur Oberen und Unteren Nabburger Straße auch dafür aus, diesen Bereich offen zu halten.
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