Eis kann schnell gefährlich sein

Die Kreiswasserwacht übt regelmäßig die Eisrettung, sofern es die Witterung zulässt. Im vergangenen Jahr fiel das Vorhaben aus, der Winter war schlicht und ergreifend zu mild dafür. Heuer sieht es anders aus, deshalb trainieren die Mitglieder am Sonntag auf dem Mühlweiher in Hirschau. Bild: hfz

Klirrende Kälte, schöne Schneelandschaft - hinaus in die Natur. Doch die Kreiswasserwacht Amberg-Sulzbach warnt vor dem Betreten von zugefrorenen Weihern: "Es sind noch keine tragfähigen Eisflächen."

Durch die momentane Kälte frieren natürlich auch die Weiher und Seen zu - jedoch noch nicht so, dass man schon darauf Schlittschuh laufen könnte. "Die Eisqualität ist noch nicht so gut", sagt Michael Schmid, Vorsitzender der Kreiswasserwacht. Er rät deshalb: "Lieber noch ein paar Tage warten."

Minimum zehn Zentimeter

Perfekt sei die Eisdecke, wenn sie mindestens zehn Zentimeter betrage. Doch auch darauf sollte man sich nicht blind verlassen. Nicht überall ist das Eis gleichmäßig dick und vielfach poröser. An den Einläufen des Wassers in den Weiher zum Beispiel. Oder im Bereich von Wasserpflanzen wie Schilf. Laut Schmid hat die Wasserwacht inzwischen an den größeren Gewässern in der Region Tafeln mit den Eisregeln angebracht. Darauf wird informiert, wie man sich an winterlichen Gewässern verhalten soll, aber auch, was im Notfall - wenn nämlich jemand ins Eis eingebrochen ist - zu tun ist.

Gefährliches Knirschen

Beliebte Gewässer für Schlittschuhläufer in der Region sind der Haidweiher an der B 85, der Moos- und der Mühlweiher in Hirschau, der Stadtweiher in Auerbach und auch der Vilsecker Schnellweiher sowie der Gemeindeweiher in Hahnbach. Michael Schmid rät davon ab, alleine aufs Eis zu gehen. Wer beim Betreten ein Knirschen hört, sollte schleunigst das Eis verlassen - die Gefahr, dass es bricht, ist sehr groß. "Am besten geht man den Weg zurück, den man gekommen ist", sagt Schmid. Nicht ohne Grund: Denn schließlich hat an diesen Stellen das Eis getragen. Dieser Rat ist auch zu beherzigen, wenn man vom Ufer aus einen im Eis eingebrochenen Menschen rettet. "Er sollte den Weg wählen, den der andere gegangen ist, das ist relativ sicher", erklärt Schmid, fügt aber noch an, dass es eine 100-prozentige Sicherheit nicht gebe.

Die Wasserwacht Amberg-Sulzbach geht übrigens auch aufs Eis - um speziell die Eisrettung zu üben. Dies tun die Aktiven am Sonntag, 8. Februar, ab 15 Uhr auf dem Mühlweiher in Hirschau. "Wir halten mindestens einmal pro Jahr eine Eisrettungsübung ab", sagt der Kreisvorsitzende. Allerdings mit einer Einschränkung: sofern es die Witterung erlaubt. Im letzten Winter, der ungewöhnlich mild war, fiel das Vorhaben ins Wasser - im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Temperaturen ließen es erst gar nicht zu, dass sich auf den Weihern eine Eisschicht bildete.
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