Eisbär Lars begeistert mit seinen Freunden
Wahre Kinderträume

Spannende Abenteuer erleben Lars Eisbär und Robby bei ihrer Suche nach Weihnachten. Bild: Hartl
"Robbiii" schreit Lars und taucht wieder weg. "Laaars", schreit Robby und verschwindet in die andere Richtung. Mehrere Minuten lang dauert das Suchspiel des kleinen Eisbärs und seinem besten Pinguin-Freund zwischen den Eisbergen. So etwas gefällt den kleinen Zuschauern, sie lachen und klatschen begeistert. Das weiße Pelztier feierte am Sonntagnachmittag in Amberg Premiere im ausverkauften Stadttheater. Weitere Vormittags-Vorstellungen für Schulen und Kindergärten stehen bis Donnerstag auf dem Programm.

Angst vor Zweibeinern

Das Wittener Kinder- und Jugendtheater steckt hinter der Inszenierung "Frohe Weihnachten, kleiner Eisbär!" von Ralph Reiniger und Regieassistent Jan-Philipp Hilger. Besonders durch die Kostüme von Regina Strunden wird den eigentlich nur als Zeichentrick bekannten Figuren Leben eingehaucht. Das kuschelige Fell von Lars (gespielt von Lena Sommer) möchte jeder einmal streicheln.

Aber noch ist es nicht so weit: Der kleine Eisbär muss sich erst auf die Suche nach Weihnachten begeben. Robby weiß einfach nicht, was das ist, Hugo der Angsthase auch nicht (beide Rollen spielt Julia Knorst). Fragen können sie weder den alten Eskimo noch Ole, den Polarforscher (Robert Heinle). Sie haben einfach zu viel Angst vor Zweibeinern.

Trotzdem macht sich Lars mit dem Orca-Wal auf in die Menschenstadt und trifft dort Nanuk, den kleinen Schlittenhund. Der weiß, was Weihnachten ist, gottseidank. Nachdem der kleine Eisbär noch ein bisschen Chaos gestiftet hat, geht nach etwa einer Stunde die Inszenierung über ins Schlusslied (Musik: Martina Kathage).

Die Pfoten schütteln

Und Schauspielerin Lena Sommer macht Kinderträume wahr: "Bei uns ist es ein bisschen Tradition, dass am Ende der Vorstellung alle Kinder nach vorne kommen und Pfoten schütteln dürfen." Da lassen sich die kleinen Zuschauer ab drei Jahren nicht lange bitten. Das Fühlen des weißen kuscheligen Fells von Lars, die samtene Flosse von Robby und die große Pranke des Polarforschers machen die Kinder aus nächster Nähe beinahe ein bisschen andächtig.

"Frohe Weihnachten", wünschen viele den Darstellern. Und ein bisschen hätte man sich gewünscht, selber in den Kostümen zu stecken, um in die großen beeindruckten Kinderaugen blicken zu können.
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