Eishockey-Landesliga: ERSC Amberg gewinnt Nachholspiel beim EHC 80 Nürnberg
Die Tür bleibt einen Spalt offen

Der Druck war aufseiten der Amberger Löwen - aber sie hielten ihm stand. Der ERSC gewann in der Eishockey-Landesliga auch den zweiten Vergleich mit dem EHC 80 Nürnberg binnen vier Tagen und hält die Tür zur Zwischenrunde einen Spalt weit hoffen. Beim 5:2-Erfolg war Center Florian Bartels an vier Treffern beteiligt. Neuzugang Roman Göldner feierte im Nachholspiel am Dienstag ein anständiges Debüt, ohne auch nur eine Trainingsminute mit seinen neuen Kollegen absolviert zu haben. Mit seiner Routine machte er jedoch viel wett und brachte sich schon sehr gut ins Spiel ein.

Doppelte Unterzahl

Das war auch wichtig, denn ERSC-Trainer Alex Reichenberger musste immer noch auf Boris Flamik und Andreas Hampl verzichten. Die Gastgeber in der Nürnberger Arena investierten von Beginn an etwas mehr, waren wesentlich aggressiver als noch am Freitag in Amberg. Dennoch gingen die Löwen nach einem schnellen Angriff über Bartels durch David Rybka in Führung. Besonders lange dauerte die Freude im Amberger Lager nicht, da glichen die "Achtzger" auch schon in Überzahl aus. Vorbereiter war Ex-DEL-Spieler Hannes Körber, der diesmal dabei war. Danach entwickelte sich eine etwas zerfahrene Partie. Kurz vor Drittelende landeten zwei Amberger auf der Strafbank, und diese Gelegenheit ließen sich die Nürnberger nicht entgehen. Körber war erneut der Ausgangspunkt für die 2:1-Führung durch Seidinger.

Gleich zu Beginn des Mittelabschnittes musste Bartels in die Kühlbox und der ERSC war erneut mit zwei Mann in Unterzahl. Dank eines glänzenden Oli Engmann im Tor überstanden die Gäste diese Phase, hatten dabei sogar gute Breakchancen durch Daniel Krieger und Kyrill Groz. Danach waren die Löwen mit Powerplay an der Reihe, was beim ersten Versuch nicht konstruktiv wirkte. Im zweiten Anlauf jagte dann Krieger ein Zuspiel von Dominik Farnbauer unhaltbar zum 2:2 in die Maschen. Der ERSC hatte jetzt seine stärkste Phase. Reichenberger trieb vermehrt seine Spieler an, wollte die Wende im Spiel - und seine Mannschaft tat ihm und den vielen Amberger Fans den Gefallen. Zunächst traf Sebastian Aukofer zur neuerlichen Führung und kaum 80 Sekunden später war erneut Rybka erfolgreich.

Unter die Latte

Im Schlussdrittel hatten die Löwen dann einen Einstand nach Maß, dank Florian Bartels. Der schnappte sich die Scheibe am eigenen Tor, ließ sich bei seinem Lauf über das ganze Feld nicht abdrängen und zimmerte den Puck genau unter die Latte zum 2:5. Die Gastgeber warfen danach alles nach vorne, schnürten den ERSC phasenweise völlig ein, aber die Amberger konnten sich auf Torhüter Engmann verlassen. Gegen Ende hin verpassten es die Löwen gleich mehrmals, das Ergebnis gegen die verbissen kämpfenden Gastgeber weiter auszubauen, aber wichtig waren ohnehin nur die drei Punkte.
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