Eishockeycracks in Inzell und Trostberg zu Gast
ERSC Amberg auf Alpentour

Einmal Inzell und zurück, einmal Trostberg und zurück. Rund 1100 Kilometer müsste Eishockey-Landesligist ERSC Amberg zurücklegen. Doch die Oberpfälzer übernachten im Chiemgau, treten binnen knapp 22 Stunden zweimal an - und haben nach dem verpatzten Doppelpack in der vergangenen Saison einiges gutzumachen. Die "Alpentour" rund um den Dreikönigstag haben die Amberger in wenig guter Erinnerung, zumindest was das Sportliche betrifft. Einen mickrigen Zähler verbuchten die Löwen beim Penaltyschießen in Inzell. In Trostberg gab es gar eine zweistellige Pleite.

Den Anfang macht diesmal erneut die Begegnung beim DEC Inzell-Frillensee. Am Samstag, 29. November (20 Uhr), ist der ERSC in der riesigen Max-Aicher-Arena gefordert. Die Gastgeber warteten gerade am vergangenen Wochenende mit beachtlichen Ergebnissen auf. Beim Tabellenführer Schweinfurt führten sie bis 20 Sekunden vor dem Ende mit 2:1, ehe die Unterfranken noch ausglichen und im Penaltyschießen den Zusatzpunkt holten.

Die junge Mannschaft von DEC-Trainer Thomas Rumpeltes brachte den großen Favoriten in arge Bedrängnis - nicht zuletzt durch den kanadischen Torjäger Mike Johnstone. Der ist hauptberuflich Schiedsrichter und kam vom österreichischen Drittligisten Salzburg Oilers. Auch tags darauf ärgerten die Inzeller in Bad Kissingen einen Favoriten. Das Starensemble um die Topstürmer Mikhail Nemirovsky und Roman Nikitin machte erst kurz vor dem Ende mit dem 3:1 alles klar.

Am Sonntag, 30. November, fährt der Amberger Tross weiter nach Trostberg, wo es um 17.30 Uhr gegen die Truppe des Ex-Weidener Coaches Alex Stein geht. Die Chiefs hatten einen schwachen Saisonstart mit sechs Niederlagen - unter anderem ein 1:10 in Amberg - und zierten das Tabellenende. Die Trostberger fingen sich aber und holten aus den letzten vier Begegnungen zehn Punkte. Dabei imponiert vor allem der Zähler gegen die "Torfabrik" aus Vilshofen. Der Titelkandidat aus Niederbayern egalisierte erst 150 Sekunden vor dem Ende die Führung der Trostberger und hatte danach die besseren Penaltyschützen.
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