Elektronisch und durchdacht: Hauptausschuss lobt Konzept des Baureferats
Mit viel mehr System

Diese Flut an Tafeln war früher. Das neue, elektronische Parkleitsystem kommt mit deutlich weniger aus. Archivbild: Hartl
Baureferent Markus Kühne hat eine Wahrnehmung gemacht: "Wir haben alle das Gefühl, wir haben zu wenig Parkplätze. Auf der anderen Seite haben wir leerstehende Parkhäuser." Dem Hauptausschuss stellte er am Donnerstag die Version 2.0 des Parkleitsystems vor, welches das Referat in eigener Regie entwickelt. Das voraus: Es gab jede Menge Lob von allen Fraktionen.

Einfach soll es sein, das System, leicht zu verstehen und bei 50 Stundenkilometern vom Auto aus immer noch zu erkennen. Dabei aber möglichst wenig Schilder produzieren, die Anzahl der freien Parkplätze anzeigen und unnötigen Parksuchverkehr vermeiden. "Wir haben derzeit rund 1600 Stellplätze, die wir einbeziehen können und wollen", machte Kühne die Größenordnung des Projekts deutlich. Wobei eine bauliche Verdoppelung auf 3200 durchaus möglich erscheine.

Wichtig sei es, dem Autofahrer Infos zu geben über die Anzahl der freien Parkplätze, über die Richtung, die er einschlagen muss und über die Entfernung, in die sie zu finden seien. "Wir müssen alles aus der Warte der Auswärtigen sehen", appellierte Kühne an eine möglichst übersichtliche Darstellung. Aus diesem Grund sollen auch die Texte auf das absolut Nötigste reduziert, die Amberger Garagen teilweise sogar umbenannt werden, um sie mit einem kurzen Wort beschreiben zu können.

Wichtig dabei: Es werden keine Parkplätze in der Innenstadt erfasst. "Wir wollen ja die Menschen nicht unnötig in die Innenstadt locken." Günstig erscheint dem Planungsteam im Baureferat der Umstand, dass die Altstadt von einem Straßenring umfasst ist, an dem sich die Parkhäuser weitestgehend reihen. Damit kommt das System laut Kühne mit insgesamt zwölf Standorten für die neuen, elektronischen Hinweistafeln aus. An den meisten dafür vorgesehenen Standorten seien sowohl Strom- als auch Datenleitung vorhanden, die benutzt werden können.

Dann die Informationen über die Anzahl der freien Plätze sollen nicht nur an das Parkleitsystem selbst weitergegeben werden. Sie können problemlos in die Navigationsgeräte der Autos eingespeist oder via Smartphone ausgewertet werden. Kosten wird das System rund 600 000 Euro, davon werden rund 50 Prozent gefördert. Da im Haushalt 2014 bereits 200 000 Euro eingestellt sind, fehlen netto 100 000 Euro, die für 2015 beantragt werden. (Angemerkt)
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