Ende im gelben Sack

Etliche Tränen vergossen die Narrhalla-Gardemädchen über den dahingeschiedenen Fasching.

Der Mühl-Mann kam in der orangefarbenen Latzhose und räumte kräftig auf. Während der Fasching in den letzten Zügen lag, nahm er sich die Aktiven der Narrhalla vor. Blumen bekam die Prinzessin von ihm nicht.

Im Faschingsendspurt stand der Kehraus im Pfarrsaal St. Michael auf dem Programm der Narrhalla Rot-Gelb Amberg. Hier bekamen die Narren nochmals das gesamte Programm der Faschingsgesellschaft präsentiert, bevor der Scharfrichter nach einem unterhaltsamen Derblecken aller Aktiven dem Prinzen den Garaus machte.

Nach einem abwechslungsreichen Abend auf und neben der Tanzfläche, musikalisch begleitet von der Band Dingl-Dangl, läutete Narrhalla-Vizepräsidentin Thea Fabry kurz vor Mitternacht die letzten Minuten des Faschings ein. Dazu beorderte sie die Prinzengarde mit ihrer Kommandeuse Sabrina zum Garde-Exerzieren vor die Bühne. "Auftrag zackig erfüllt", stellten die beiden Trainerinnen Carolin Fabry und Kathrin Hollweck zufrieden fest.

Prinz Thomas I. bekam die Chance, ein Schlusswort an das närrische Volk zu richten: "Ich kann hier auch für meine Prinzessin sprechen. Wenn wir nochmals gefragt werden würden, ob wir im Fasching 2014/15 residieren, wir würden Nein sagen und uns eine längere Saison aussuchen!"

Das lauteste "Amberg oho"

Nachdem seine Tollität gerne schreit, bekamen alle Anwesenden wohl das lauteste "Amberg oho" in diesem Fasching zu hören. Prinzessin Beate I. sprach von einer sehr schönen Erfahrung in ihrem Leben.

Höhepunkt war der Auftritt des Scharfrichters. Alle Anwesenden im Saal nahmen Habachtstellung ein und spitzten die Ohren, was sich Präsident Jürgen Mühl für seine Paraderolle Besonderes einfallen ließ. Kritisch bilanzierte der in orangefarbener Latzhose angetretene Mühl-Mann das, was er im Fasching so mit ansehen musste.

Alle rein in den Kakao

Dabei zog er alle Aktiven bei den Auftritten im Fasching ordentlich durch den Kakao, angefangen von der "Whats-App-Gruppe Hofdamen" über die hoheitliche Rolle des Prinzenpaares bis zum "süffigen" Vorstand. Zum Schluss der ganzen Schelte gab es für die Prinzessin statt Blumen einen Gutschein für eine Tagespflege im Altenheim.

Nach einem Schlummertrunk entsorgte der Scharfrichter den Prinzen ordnungsgemäß in einem gelben Sack, bevor er in die Dosenpresse gesteckt wurde. Damit er garantiert im kommenden Fasching nicht mehr auftaucht.
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