Endlich eigenes Domizil

Über eine halbe Million Euro nimmt die Lebenshilfe in die Hand, um Räume für die offene Behindertenarbeit und die Beratungsstelle zu schaffen. Ein Kraftakt, doch auch gut angelegtes Geld.

Die Lebenshilfe baut die Räumlichkeiten der ehemaligen Frühförderstelle an der Friedrich-Ebert-Straße um. Dort wird künftig die von Hildegard Legat geleitete offene Behindertenarbeit zu Hause sein. Neu gebaut wird ein Büro-Kubus, den die Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung bezieht, für die Julia Reinhardt zuständig ist.

"Das ist schon ein Kraftakt", gesteht Vorsitzender Eudard Freisinger angesichts der Kosten, die die Lebenshilfe zu schultern hat: 224 000 Euro für den Neubau der Beratungsstelle, 366 000 Euro für den Umbau für die offene Behindertenarbeit. Hildegard Legat von der offenen Behindertenarbeit ist froh, dass diese Einrichtung künftig ein eigenes Domizil bekommt. Bislang gab es nur ein Büro im Verwaltungstrakt, Räume wurden sowohl bei der Lebenshilfe als auch außerhalb, zum Beispiel in der Pfarrei Dreifaltigkeit, genutzt.

Besonders freut Legat sich, dass auch die Möglichkeit der Tag- und Nachtbetreuung möglich sein wird. "Da können bis zu vier Leute übernachten", sagt sie. Dies sei ein Angebot, um Familien zu entlasten. Die Beratungsstelle bietet laut Julia Reinhardt den Betroffenen "wertneutrale, kostenlose sowie an der aktuellen Lebenssituation und ihren Wünschen und Bedürfnissen ausgerichtete Hilfestellung". Im Mittelpunkt stehe immer der jeweilige Mensch. Die Beratungsstelle steht neben Menschen mit Behinderungen auch deren Angehörigen, Mitarbeiter und Mitgliedern der Lebenshilfe sowie allen, die sich für die Belange von Behinderten interessieren, offen.
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