Endlich wieder nach oben

Es ist eine der meist unterschätzten Regionen Deutschlands, erfuhren die Schüler des Max-Reger-Gymnasiums im Ruhrgebiet. Die politisch Verantwortlichen versuchen dort, den Wandel vom tiefen Fall eines Industriereviers in eine bessere Zukunft hinzubekommen. Bild: hfz

Wie bewältigt eine Region, die einst als der Motor Deutschlands galt, ihren Abstieg in die Fast-Bedeutungslosigkeit? Was geschieht im Ruhrgebiet, um den Strukturwandel weg vom Kohlerevier zu ermöglichen?

Das Ruhrgebiet ist im allgemeinen Bewusstsein eine wenig attraktive Region, allerdings völlig zu Unrecht. Dieser unterschätzte Industrieraum ist nämlich eines der spannendsten Gebiete der Bundesrepublik. Das sollten die Schüler des Geographie Praxis(P)-Seminars "Industrieräume in Deutschland" des Max-Reger-Gymnasiums unter der Leitung von Oberstudienrätin Veronika Frenzel kennenlernen.

Massive Probleme

Aufgrund des Rohstoffs Kohle war hier die zeitweise größte Industrie- und Einwohnerdichte Europas entstanden. Allerdings hat dieser Bereich durch die Verdrängung der Kohle als Energieträger und Rohstoff sowie durch die Krisen in der Stahlproduktion massive Probleme. Hohe Arbeitslosigkeit und in der Folge davon eine immense Abwanderung haben jahrelang den Raum geprägt.

Mit allen Kräften versucht man, einen Strukturwandel zu organisieren, um Branchenvielfalt herzustellen und die Verödung zu stoppen. Die Ziele der Exkursion waren deshalb auf der einen Seite, die Zeugnisse der montanen Vergangenheit zu besichtigen wie im Landschaftspark Nord in Duisburg, wo man die Industrieruinen des Stahlwerks stehen ließ, die nachts erleuchtet werden.

Gelungenes Modell

Auf der anderen Seite ist es interessant zu sehen, wie man alte Zeugnisse der Vergangenheit einer neuen Funktion zugeführt hat wie den Gasometer in Oberhausen, einst der größte der Welt, jetzt die umfangreichste Ausstellungsfläche der Welt.

Natürlich war ein Besuch des Starlightexpress' in Bochum ein Muss. Seine Inszenierung war eine der ersten Strukturmaßnahmen der Stadt, um den Tourismus anzukurbeln. Dass dieses Modell gelungen ist, sieht man daran, dass das Stück seit 26 Jahren läuft und andere Städte inzwischen auch das Musical als touristischen Anziehungspunkt für sich entdeckt haben.
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