Energie richtig einsetzen

Eine Wurftechnik beim Aikido. Bild: hfz

"Der wahre Weg der Kampfkünste besteht nicht allein darin, den Feind unschädlich zu machen, sondern vielmehr darin, ihn so zu führen, dass er freiwillig seine feindliche Einstellung aufgibt." Auf diesen Weg führt ein Aikido-Lehrgang in der Amberger triMAX-Halle.

Beschrieben hat den Weg einst Morihei Ueshiba, der Gründer des Aikido. Den Lehrgang von Freitag, 26., bis Sonntag, 28. Juni, hält der französische Großmeister Jacques Bonemaison (7. Dan), organisiert von Bushido Amberg. Bonemaison war enger Schüler von Tamura Sensei (direkter Schüler von Morihei Ueshiba) und erhielt von diesem den Auftrag, das Aikido in Deutschland in seiner Entwicklung zu unterstützen und als technischer Berater zu fungieren.

Seit 1987 lehrt Jacques Bonemaison in Deutschland. Durch seine Nähe zu Tamura Sensei und sein Verständnis des Aikido leistete er hiermit einen unschätzbaren Beitrag zur Entwicklung des Aikido, eine defensive japanische Kampfkunst, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Großmeister Morihei Ueshiba geschaffen wurde. Die Wurzeln dieser Kampfkunst reichen bis in die Zeit der Samurai zurück. Übersetzen lässt sich Ai-Ki-Do wie folgt: Ai ist Harmonie, Ki die Lebensenergie oder universelle Energie, Do der Lebensweg.

Hinter diesen kurzen Übersetzungen steckt jedoch viel mehr. So steht das Ai auch für die Verbindung der eigenen Bewegung mit der des Angreifers, um seine Energie für sich nutzen zu können. Hinter dem Begriff Do steckt auch das lebenslange Lernen, wie es in der modernen Zeit überall gefordert wird.

Die Techniken sind vom Aiki-Jutsu sowie dem Schwertkampf geprägt. Typisch sind die kreisrunden und spiralförmigen Techniken, mit denen die Angriffsenergie des Gegners nutzbar gemacht und verstärkt auf den Angreifer zurückgeführt wird. Man arbeitet mit dem Körper und nicht gegen ihn und kann deshalb Aikido bis ins hohe Alter beginnen und sehr lange ausüben, wobei Gesundheit und Fitness erhalten und gesteigert werden.

In Amberg trainieren Aikidokas von 15 bis 60 Jahren. Aikido ist eine Kampfkunst gegen bewaffnete und unbewaffnete Angreifer und enthält neben waffenlosen Techniken (Tai-Jutsu) auch den Umgang mit dem Langstock (Aiki-Jo) und dem japanischen Schwert (Aki-Ken). Diese drei Grundelemente ergeben zusammen die Kunst Aikido. Das klassische Aikido kennt keine Wettkämpfe und lehnt jede Form des aktiven Angriffs ab und zeichnet sich durch den behutsamen Umgang mit dem Trainingspartner aus. Es gibt keine Gewichts- oder Altersklassen und ist für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet. Ähnlich wie bei Zen-Praktiken werden auch im Aikido Körperhaltungen und Einstellungen trainiert.

Die Zeiten des Lehrgangs: Freitag, 26. Juni, 19.15 Uhr bis 20.45 Uhr; Samstag, 27. Juni, 10 Uhr bis 12 Uhr und 17 Uhr bis 19 Uhr; Sonntag, 28. Juni, 10 Uhr bis 12 Uhr. Informationen und Anmeldung bei Jens Rock per E-Mail an rockj@asamnet.de

Zuschauer sind willkommen und können auf der Tribüne den Lehrgang verfolgen und sich in den Pausen näher über diese Sportart informieren. Weiter besteht die Möglichkeit, an einem Probetraining teilzunehmen. Anfänger können jederzeit einsteigen. Die Amberger Aikidokas trainieren dienstags von 19.30 Uhr bis 21 Uhr im Dojo des Bushido Amberg in der Plechstraße 5, Amberg und donnerstags von 19.30 bis 21 Uhr in der triMAX-Halle (Sportlehreingang an der Seite). Einfach Trainingsanzug und viel Geduld mit sich selbst mitbringen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.