Entdeck' den Major Tom in dir: Raumfahrt-Museum in Feucht
Völlig losgelöst von der Erde

Die Geschichte der unbemannten und bemannten Raumfahrt von ihren Anfängen an lässt sich anhand der Exponate im Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum in Feucht nachvollziehen. Bild: Petra Hartl
Lokales
Amberg in der Oberpfalz
24.08.2011
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"Das ist ein kleiner Schritt für den Menschen und ein großer Schritt für die Menschheit." Und es ist ein weiter Weg gewesen, bis der Astronaut Neil Armstrong diese Worte für die Ewigkeit sprechen und in den Mondstaub hüpfen konnte. Jahrzehntelanger Forschung und einer unerschütterlichen Vision bedurfte es, um einen Menschen ins All zu schießen. Maßgeblichen Anteil an der Eroberung des Weltraums hat Hermann Oberth. Dem Lebenswerk des Raumfahrtpioniers widmet sich ein Museum in Feucht.

Im Torwächterhaus des Feuchter Pfinzingschlosses, in dem Oberth viele Jahre gelebt hat, drängen sich auf 160 Quadratmetern Ausstellungsfläche Hunderte von Exponaten.

Das Hermann-Oberth-Museum lässt sich in drei Abschnitte unterteilen. Bereich eins stellt das Leben und wissenschaftliche Wirken Oberths dar. Unter den Ausstellungsstücken befinden sich Fotos, die Oberth zusammen mit einem Studenten namens Wernher von Braun zeigen, frühe Skizzen und kleine Modelle von Raketen, aber auch Geschosse, mit denen Sprengmittel oder auch Post verschossen wurden. Der Schreibtisch des Wissenschaftlers ist ebenso zu sehen, wie Orden und Ehrenurkunden aus aller Welt, Doktor-Talare oder Medaillen. Plakate zeugen von Oberths beratender Tätigkeit für den Fritz-Lang-Film "Frau im Mond".

Mehr noch aber dürften sich die meisten Besucher für die Exponate interessieren, die direkt die Raumfahrt abbilden. Hier sei zuallererst die entscheidende Erfindung Oberths, der Raketenantrieb durch die Kegeldüse, genannt. Ins Auge fallen die US-amerikanischen und russischen Raumanzüge, ein Modell der Sputnik 1 und die dritte Stufe der Trägerrakete Europa 1. Besonders hervorzuheben sind mehrere Raketentriebwerke, darunter auch das der "Mutter aller Raketen", der A 4. Von Hitler umbenannt in Vergeltungswaffe (V) 2, war sie das erste vom Menschen konstruierte Gerät, das die Grenze zum Weltraum überwand. Aufgereiht in den Vitrinen sind allerlei Spezialitäten, von der Astronautennahrung bis zur Hitzekachel.

Schließlich ist da noch der museumspädagogische Teil, der sich nicht nur an Schulklassen richtet. Er umfasst Filme über die Raumfahrt, das Basteln von Raketen oder Vakuum- und Gravitationsversuche.

Bilder von Petra Hartl
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