Erfolgsrezept "Schulbegleitung" ermöglicht Normalität
"Ein Gewinn für alle"

Seit einem Jahr begleitet Gabriele Heindl den sechsjährigen Luca Penkert täglich in die Dreifaltigkeits-Grundschule in Amberg. Ohne ihre Hilfe wäre für den Schüler, bei dem die Glasknochenkrankheit diagnostiziert wurde, der Besuch einer Regelschule nicht möglich. Bild: juh
Inklusion - das bedeutet Gleichberechtigung zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen. Das Berufsbild "Schulbegleiter" leistet einen erfolgreichen Beitrag zur Umsetzung dieses Zieles. Bayernweit werden dadurch derzeit 630 Schüler mit geistiger oder körperlicher Behinderung im Schulalltag unterstützt.

Der Besuch einer Regelschule wäre für sie ohne diese Hilfe nicht möglich. Vor allem die Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 hat das Konzept "Inklusion" in den gesellschaftlichen Fokus rückt.

Schulbegleiter unterstützen Kinder mit Behinderungen und seelischen Erkrankungen an Regel- und Förderschulen. Die Zuständigkeit liegt bei den Bezirken. "Am 8. 11. 2000 wurden erstmals Kosten für Schulbegleiter im Rahmen der Eingliederungshilfe übernommen", erklärt Günter Bonack von der Pressestelle des Bezirks Regensburg. Der sechsjährige Luca Penkert ist eines von zwölf Kindern, die im Landkreis Amberg-Sulzbach von einer Begleitung im Schulalltag unterstützt werden. Luca, bei dem die Glasknochenkrankheit diagnostiziert wurde, besucht die erste Klasse der Dreifaltigkeits-Grundschule in Amberg.

Aufgrund seiner Erkrankung ist er auf einen Rollstuhl angewiesen. "Ohne die Unterstützung von Gabriele Heindl, unserer Schulbegleiterin, wäre all das nicht möglich. Es ist ein Gewinn für uns alle", betont Andrea Penkert, Mutter des Sechsjährigen.
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