Erhalt der Militärhistorischen Sammlung: Kultusministerium schlägt Angliederung an Stadtmuseum ...
Spaenles Antwort reicht Strobl nicht

Im Herbst hatte Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl (SPD) Vorschläge hinsichtlich der Nordbayern-Initiative der Staatsregierung vorgelegt. Unter anderem hatte er in seinem Brief auf die umfangreiche und bedeutende Militärhistorische Sammlung in der Leopoldkaserne aufmerksam gemacht: "Ich war selbst erstaunt, was hier alles gesammelt wurde" (wir berichteten).

Besonders überzeugt habe ihn, dass die Geschichte des Militärs nicht glorreich dargestellt werde, sondern das Leben und die Not der Soldaten. Die Sammlung müsse deshalb insgesamt erhalten und dürfe nicht auseinandergerissen werden. Schließlich gebe es viele Leihgaben, die aber nur für diese Sammlung zur Verfügung gestellt wurden.

Eigentum eines Vereins

Deshalb ist Strobl laut einer Pressemitteilung über die Antwort des Kultusministeriums erstaunt. Dort heißt es: "Hierbei handelt es sich um eine umfangreiche Sammlung von Militaria im Eigentum eines Vereins, die bislang weder geordnet noch inventarisiert ist und nur auf Anfrage gezeigt wird." Hier werde der Stellenwert, so Strobl, nicht entsprechend gewürdigt. Auch sei nicht beabsichtigt, Teile abzugeben.

Das Bayerische Armeemuseum sei aber um eine Stellungnahme gebeten worden. Es könne nur einzelne Gegenstände in sein Sammlungskonzept integrieren. Richtig erkannt habe das Kultusministerium die Bemühungen in der Region, die Sammlung im Zusammenhang zu erhalten. Kultusminister Ludwig Spaenle schreibt laut Strobl weiter: "Unter diesem Gesichtspunkt scheint derzeit die sinnvollste Lösung in einer Angliederung der Sammlung an das Stadtmuseum Amberg zu bestehen. Dieses hat allerdings momentan keine räumlichen Kapazitäten. Vielleicht könnten diese im Rahmen der Konversion geschaffen werden."

Zuschuss in Aussicht

Wer die umfangreiche Sammlung kennt, weiß laut Strobl, dass diese nur in einem eigenen Haus gezeigt werden könne. Reinhold Strobl teilt in seinem Schreiben abschließend mit: "Wenigstens kommt noch der Hinweis, dass bauliche Investitionen grundsätzlich aus dem Kulturfonds gefördert werden könnten."
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