ERSC Amberg gewinnt in Freising 7:4 - Gelungenes Comeback von Torwart Daniel Sellerer
Mit Hechtsprung Partie gedreht

Weniger Budenzauber dafür mehr harte Arbeit benötigte der ERSC Amberg bei seinem Gastspiel am Sonntag in Freising. Am Ende gewannen die Löwen hoch verdient mit 7:4, weil sie in der kuriosen Partie deutlich mehr zulegten.

Freising stand schon vorher etwas unter Druck, weil es bereits seine zweite Partie im neuen Stadion gegen Trostberg mit 0:3 verloren hatte, und der ERSC war auch gleich auf Betriebstemperatur. Nach knapp einer Minute scheiterte Matti Swadzba frei stehend vor SEF-Torhüter Konstantin Bertet, der trotz der sieben Gegentore am Ende noch bester Akteur seiner Mannschaft war. Aussichtsreich waren auch die Situationen für Daniel Krieger und Boris Flamik, doch in Führung gingen die Schwarzbären. Der verdeckte und auch noch abgefälschte Schuss in Überzahl der Freisinger war für ERSC-Goalie Daniel Sellerer nicht zu halten. Der 35-jährige erwies sich in seinem ersten Spiel nach über zwei Jahren durchaus als Rückhalt und kam für Lukas Stolz zum Einsatz, der sich noch im Ausland befindet.

Amberg blieb von dem Treffer weitgehend unbeeindruckt und kam durch Swadzba zum Ausgleich, als der ERSC gerade einmal 20 Sekunden in Überzahl spielte. Danach schienen die Gäste offensichtlich Partie und Gegner im Griff zu haben. Im Mittelabschnitt schlichen sich aber auch bei der Ponitz-Truppe Unsicherheiten ein. Nicht ganz unbeteiligt daran waren diverse Entscheidungen der Unparteiischen. So landeten drei Akteure plus Sellerer im verschobenen Amberger Tor - keine Reaktion auf den Rängen, ebenso wenig unter den Spielern beider Teams, die sich schon zum Bully in der Amberger Verteidigungszone positionierten. Zur Überraschung aller leuchtete dann aber ein 2:1 auf der Anzeigentafel, wovon einer der Schiedsrichter auch erst noch seinen Kollegen überzeugen musste. Der ERSC hatte aber eine äußerst praktikable, weil schnelle Antwort parat mit dem 2:2 durch Felix Söllner, nur 36 Sekunden später.

Nach weiteren Chancen für die Löwen folgte erneut die Führung für die Gastgeber, wieder im Powerplay und wieder glich Amberg aus, diesmal durch den überragenden Florian Bartels. Gedanklich waren die Schwarz-Gelben dann wohl schon in der Kabine, anders ist das 4:3 für Freising, vier Sekunden (!) vor der Pausensirene und in Unterzahl nicht zu erklären.

Stefan Ponitz fand mit seiner Pausenansprache offensichtlich die richtigen Worte, denn seine Mannschaft konnte im Schlussdrittel nochmals das Tempo anziehen. Mit Kampf und individueller Stärke drehten die Löwen die Partie. Der 4:4-Ausgleich entsprang einer Energieleistung von Flamik, der buchstäblich im Hechtsprung die Scheibe ins Freisinger Tor beförderte. Kaum eine Minute später traf Krieger zur erstmaligen ERSC-Führung exakt in den Winkel - und durfte anschließend wegen "ungebührlichen Jubelns" auf der Strafbank Platz nehmen, was im zweiten Drittel übrigens auch schon dem Freisinger Robert Huber widerfuhr. Den ERSC hielt in den Schlussminuten allerdings niemand mehr auf. Nach dem 4:6 durch Aukofer nagelte Söllner mit dem 4:7 endgültig den Deckel auf die Kiste.
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