ERSC Amberg gewinnt letztes Testspiel, verliert aber Boris Flamik
Bitterer Beigeschmack

Auch von einem Schläger zwischen den Beinen lässt sich Boris Flamik (links) nicht aufhalten. Der Abwehrchef des ERSC Amberg legte beim 5:3-Sieg im letzten Testspiel gegen den EV Regensburg 1b den ersten Treffer vor, erzielte den zweiten selbst und musste dann nach einer umstrittenen Spieldauerstrafe vom Eis. Bild: Brückmann
Drei Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen gegen höherklassige Gegner - die Bilanz des Eishockey-Landesligisten ERSC Amberg in seinen Vorbereitungsspielen lässt sich durchaus sehen. Der letzte Test gegen die 1b-Vertretung des EV Regensburg brachte einen 5:3-Erfolg. Das Ergebnis ist allerdings nebensächlich, schwerer wiegt da schon die Spieldauerstrafe gegen Boris Flamik. Der Abwehrchef fehlt deshalb beim Punktspielstart.

Gegen die Regensburger musste Löwen-Trainer Stefan Ponitz am Freitagabend bereits auf Schönberger, Bartels, Bogner und Gäck verzichten. In der 25. Minute war dann auch für Flamik die Partie vorbei, nachdem die Unparteiischen einen augenscheinlich regulären Bodycheck - weit entfernt von jeglicher Bande - als Check gegen das Knie bewerteten. Mit dieser Einschätzung standen die Schiedsrichter so ziemlich alleine im Stadion. Quasi als Konzession schickten sie acht Minuten später den Regensburger Martin Ritter für eine Lappalie per Spieldauerstrafe zum Duschen.

Durch einige diskussionswürdige Entscheidungen kam tatsächlich Hektik in eine bis dahin unauffällige Begegnung. Das Anfangsdrittel erwies sich nämlich als "Muster eines Vorbereitungsspieles": Keine übertriebenen Situationen, kaum Unterbrechungen und die Einsätze mit leicht angezogener Handbremse. Etwas schmeichelhaft für die Gäste stand es dann 1:1 zur Drittelpause. 43:37 war das Resultat im Mittelabschnitt - und zwar nach Strafminuten in einer im Prinzip eigentlich emotionsarmen Partie. Weil der ERSC Amberg in dieser Phase auch noch vier Treffer nachlegte, darunter ein blitzsauberes Unterzahltor in der Gemeinschaftsproduktion von Matti Swadzba und Kirill Groz, war der Spielausgang da bereits in trockenen Tüchern.

Im Schlussdrittel konnte Regensburg noch Ergebniskosmetik betreiben, während die Gastgeber sich im Auslassen guter Möglichkeiten überboten und auch am glänzenden Gästetorhüter Jonas Leserer scheiterten.

Auf Amberger Seite teilten sich Markus Buser und Lukas Stolz mit jeweils ordentlichen Leistungen die Einsatzzeiten im Tor. Abgesehen von den "Special-Teams" mit vier Powerplaytreffern, keinem Gegentor und sogar einem eigenen in Unterzahl, bleibt von diesem Abend eher weniger Aufmunterndes für den ERSC in Erinnerung.
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