ERSC Amberg muss Sonntag zum ehemals hoch gehandelten EV Dingolfing
Ein Favorit, der keiner mehr ist

Wieder muss der ERSC Amberg auf Reisen gehen. Nach der Partie am Freitag beim Spitzenreiter in Vilshofen steht am Sonntag, 18. Januar, um 18 Uhr die Partie in Dingolfing auf dem Plan.

Erneut eine schwierige Aufgabe für die Löwen, auch wenn die Isar Rats die große Enttäuschung dieser Eishockey-Landesliga sind. Beinahe jeder hatte vor der Saison den EV Dingolfing ganz oben auf dem Merkzettel stehen, wenn es um die Meisterfrage ging.

Kein Wunder, hatten doch die Isar Rats ihren ohnehin starken Vizemeister-Kader noch weiter aufgerüstet. Und diesmal ging man bei den Niederbayern auch ganz offen mit dem Thema Aufstieg um, nachdem in den vorangegangenen Jahren die sportliche Möglichkeit gegeben war, aber man sich offenbar nicht bereit dazu sah. Unter dem Motto: "Ein Team - Ein Verein - Ein Ziel" wurde nun ganz klar das Erreichen der Aufstiegs-Playoffs propagiert, aber der haushohe Favorit ist definitiv abgestürzt.

Schon die ersten drei Heimspiele wurden allesamt verloren. Nach dem 2:7 gegen Pegnitz trat Trainer Georg Hermann Ende Oktober von seinem Amt zurück.

In der Zwischenzeit sind daraus schon fünf Pleiten vor eigenem Publikum geworden, insgesamt sogar neun Niederlagen. Mit der Vergabe der vorderen Plätze hat Dingolfing nichts mehr zu tun und dümpelt auf dem siebten Rang im Niemandsland der Tabelle herum.

Da half es auch nicht viel, dass man zum Dezember hin Michael Dippold als neuen Coach verpflichtete. Der startete mit drei zweistelligen Siegen in Folge, aber gegen die Top-Teams konnte man einfach nicht punkten, auch wenn die Ergebnisse meist sehr eng waren. Während der Saison trennte Dingolfing sich von Kapitän und Top-Scorer Tobias Hanöffner, auch der erfahrene Verteidiger Stefan Geigenscheder ist nicht mehr dabei.

Am schmerzlichsten ist aber wohl der verletzungsbedingte Ausfall von Alex Feistl, auf dem die größten Hoffnungen ruhten. Für den Ex-Profi ist die Saison längst vorbei.

Das soll aber nun nicht heißen, dass der ERSC jetzt so ohne weiteres seine dürftige Dingolfing-Bilanz aufpolieren kann. Die Isar-Rats haben immer noch enormes spielerisches Potenzial und gehen trotz zuletzt vier Niederlagen in Serie - das Freitags-Match in Haßfurt nicht mitgerechnet - leicht favorisiert in diese Begegnung.

Neben dem Heimvorteil für die Niederbayern kann man ja auch davon ausgehen, dass die Amberger Löwen bei ihrem Gastspiel in Vilshofen wesentlich mehr gefordert wurden.
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