ERSC Amberg schlägt Bad Kissingen 4:3 im Penaltyschießen - Lukas Stolz hält und Daniel Krieger ...
Schlussphase nichts für schwache Nerven

Dicht umlagert war am Freitag das ERSC-Tor mit Keeper Lukas Stolz (Mitte) und Darnell Pruett (rechts). Bild: brü
Das war wieder einmal ein Eishockey-Krimi: Der ERSC Amberg egalisierte in den Schlussminuten gegen die Kissinger Wölfe noch einen Zwei-Tore-Rückstand und gewann den anschließenden Shootout mit dem entscheidenden Penalty von Daniel Krieger. Torhüter Lukas Stolz hatte drei Schüsse der Wölfe überragend pariert. Vom Anpfiff weg konnte man der Mannschaft von Stefan Ponitz anmerken, dass sie die Hinspielniederlage bei den Unterfranken aus der Vorwoche ausbügeln wollte. Die Anfangsminuten gehörten eindeutig den Gastgebern. Mehr als ein Lattentreffer sprang für die Gäste nicht heraus. Ansonsten dominierten die Torhüter, Lukas Stolz (ERSC) und dessen Gegenüber Julian König, der aus der DNL von Landshut nach Kissingen gewechselt war.

Im Mittelabschnitt legten die Löwen nochmals eine Schippe drauf. Lohn der Mühe war der Führungstreffer durch Florian Bartels. Der Center hatte mit all seiner Routine das richtige Auge und "spähte" König regelrecht aus. Nun folgte die stärkste Phase der Wölfe. Vor allem mit den Routiniers Nikitin und Nemirovsky entwickelten sie im Aufbau enormen Druck und hatten mit Ledin, Hampl und Andrusovich dankbare Abnehmer in der Offensive. Letzterer zeichnete auch für den Ausgleich verantwortlich.

Die Gäste blieben bestimmend und hatten bei ihrer Führung das Glück, dass der Schuss von Golz von der Amberger Abwehr unhaltbar abgefälscht wurde. Das war 79 Sekunden vor dem Drittelende und die Löwen wirkten angezählt. Das nutzten die Wölfe noch aus und trafen in der Schlusssekunde (!) zum 1:3.

Die Aussichten auf einen Punktgewinn waren für den ERSC damit weit gesunken. Einen Zwei-Tore-Rückstand hatte gegen diesen ausgebufften Gegner in dieser Saison noch keine Mannschaft aufholen können. Aber die Löwen "bissen" sich förmlich ins Spiel zurück, wozu auch ein erfolgreich überstandenes Unterzahlspiel beitrug. Flamik hämmerte den Puck auf Zuspiel von Bartels und Sebastian Aukofer zum 2:3 ins Gästetor. Das war das Signal für eine beeindruckende Schlussoffensive. Ponitz nahm seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und irgendwie stocherte Daniel Krieger die Scheibe 42 Sekunden vor der Schlusssirene zum 3:3 über die Torlinie. Das Penaltyschießen muste entscheiden, wo Krieger zur Führung für Amberg traf und Stolz beim entscheidenden Versuch von Nemirovsky der Sieger blieb.
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