ERSC Amberg unterliegt in Dingolfing 4:7 nach 1:4-Rückstand und 4:4-Ausgleich
Die Wende verpasst

Mit 4:7 verlor der ERSC Amberg das Auswärtsspiel bei den Isar Rats in Dingolfing. Nach einem enttäuschenden Anfangsdrittel und einem 1:4-Rückstand kamen die Löwen im Mittelabschnitt vehement zurück, verpassten hier aber nach dem Ausgleich noch die Wende - trotz vieler guter Chancen. Bei einem Erfolg hätte der ERSC vorübergehend die Tabellenspitze übernehmen können, bleibt aber so auf dem dritten Rang im 14-er-Feld der Eishockey-Landesliga Nord/Ost.

Das Team von EVD-Trainer Michael Dippold betrieb frühes Forechecking und hatte damit schon in der 3. Minute Erfolg. Alex Popp kam frei vor Lukas Stolz im ERSC-Tor zum Schuss und traf zum 1:0. Weil nur 32 Sekunden später Sebastian Aukofer ausglich, blieb man im ERSC-Lager gelassen - was die Mannschaft betraf, zu gelassen. Die Gastgeber waren aggressiver, mit dem ständigen Druck nach vorne. Beim 2:1 durch Franz bekam die Löwen-Defensive, in der Simon Bogner wegen einer Schulterverletzung vermisst wurde, die Scheibe nicht aus der Verteidigungszone und auch beim 3:1 war Dingolfing gedanklich schneller.

Unnötige Scheibenverluste

Die Vorderleute von Stolz hatten nun enorme Zuordnungsprobleme und auch unerzwungene Scheibenverluste häuften sich. Das ganze Durcheinander lässt sich am einfachsten mit dem 4:1 in der Schlussminute des Abschnittes belegen: Der Wechsel bei den Ambergern verlief zu zögerlich, die Gastgeber überbrückten mit einem schnellen Pass das Feld und hatten eine Vier-gegen-Eins-Situation, die Ex-DEL-Spieler Andi Herrmann ausnutzte.

Partie droht zu kippen

Wie verwandelt kam die Ponitz-Truppe aus den Kabinen und fand ihrerseits den richtigen Einstieg in den Mittelabschnitt. Zunächst traf Daniel Krieger zum 2:4-Anschluss, dann folgte ein Doppelpack binnen 13 Sekunden durch Dominik Farnbauer zum Ausgleich, wobei die Vorlage von Krieger zum 3:4 Extraklasse hatte. Amberg war nun Drücker. Dingolfing nahm eine Auszeit wechselte den Torhüter. EVD-Junior Dennis Jedrus sollte sich dann als Turm in der Schlacht erweisen, denn der ERSC war nun drauf und dran, die Partie vollends zu kippen.

Die größte Chance hatte Kevin Altmann. Der Neu-Amberger tankte sich in Unterzahl auf der rechten Angriffsseite durch, wurde vor dem Tor von hinten zu Boden gerissen. Den fälligen Penalty vergab der Stürmer allerdings kläglich - ein Knackpunkt. Im Schlussdrittel besaß Dingolfing die größeren Kraftreserven. Die Isar Rats hatten zur Partie nach Haßfurt am Freitag nur eine verstärkte 1b-Truppe geschickt, gegen Amberg aber alle Mann an Bord. Das 5:4 für die Gastgeber durch Schickaneder war vermeidbar, denn der ERSC war schon in Scheibenbesitz. Danach hatte Krieger bei Alleingängen zweimal den Ausgleich auf dem Schläger, blieb aber an Jedrus hängen.

Die Vorentscheidung fiel nach einer diskussionswürdigen Strafzeit gegen Darnell Pruett in Überzahl für Dingolfing, das danach den Vorsprung aus einer sicheren Abwehr heraus verwaltete. Der Schlusspunkt war ein Empty-Net-Goal durch Obermeier, nachdem Amberg den Torhüter für einen weiteren Feldspielers vom Eis nahm. Zu diesem Zeitpunkt waren die Löwen aber in Unterzahl, weil sich Niklas Stolz eine Spieldauerstrafe eingefangen hatte.
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